Goldman: Portfolioabflüsse sind vorübergehend, Normalisierung nach den Wahlen erwartet
In einer Bewertung der türkischen Reserven und des Liquiditätsumfelds bezeichnete Goldman Sachs das Volumen der jüngsten Portfolioabflüsse in der Türkei als überraschend, prognostizierte jedoch eine Normalisierung nach den Wahlen.
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Während der Trend zu Portfolioabflüssen in der Türkei und der damit einhergehende Rückgang der Reserven der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) in letzter Zeit für Aufmerksamkeit sorgten, prognostizieren die Ökonomen von Goldman Sachs eine Normalisierung nach den Wahlen.
In einer vom 8. März datierten Notiz der Goldman-Sachs-Ökonomen Clemens Grafe und Başak Edizgil wurde darauf hingewiesen, dass der Abwärtstrend bei den Reserven der TCMB anhält und dies höchstwahrscheinlich Kapitalabflüsse widerspiegelt.
In dem Bericht vertraten die Ökonomen die Ansicht, dass die Verschlechterung der Devisenposition der TCMB durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren entstanden sei: Kapitalabflüsse aufgrund der Kommunalwahlen im März, eine saisonal schwache Leistungsbilanz sowie die Umwandlung fällig werdender währungsgeschützter Konten in Devisen im Ausland.
Die Ökonomen erklärten, sie fänden das Ausmaß dieser Abflüsse überraschend, hielten sie jedoch für vorübergehend und erwarteten eine Normalisierung nach den Wahlen.
Dennoch betonten die Ökonomen von Goldman Sachs, dass die Wahrscheinlichkeit gestiegen sei, dass die TCMB den Leitzins bei der nächsten politischen Sitzung in diesem Monat vor den Wahlen weiter anheben könnte, um die Kapitalabflüsse auszugleichen.