Goldman Sachs gibt Prognose für Zinssenkungen der türkischen Zentralbank ab

In ihrem jüngsten Bericht erwartet die US-Investmentbank Goldman Sachs, dass die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) im dritten Quartal des kommenden Jahres mit Zinssenkungen beginnen wird.

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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat in ihrem Ausblick für 2024 ihre Prognosen zur Zentralbank veröffentlicht.

Laut dem von Bloomberg HT zitierten Bericht wird erwartet, dass die TCMB ihre Zinserhöhungen in diesem Jahr fortsetzen wird und der Leitzins auf bis zu 40 Prozent steigen könnte.

RÜCKGANG VON 40 PROZENT AUF 25 PROZENT

Die Bank prognostiziert, dass die Zinssenkungen im dritten Quartal 2024 beginnen und der Zinssatz bis zum Jahresende von 40 Prozent auf 25 Prozent sinken wird. Zudem wird erwartet, dass die Inflation bis zum Jahresende auf 35 Prozent zurückgehen wird.

Bei ihrer letzten Sitzung hatte die TCMB den Leitzins um 500 Basispunkte von 30 Prozent auf 35 Prozent angehoben und signalisiert, dass der Zinserhöhungszyklus fortgesetzt werde. 

GOLDMAN ÄNDERT PROGNOSE FÜR TÜRKISCHES LEISTUNGSBILANZDEFIZIT

Die Bank hat ihre Prognose für das Leistungsbilanzdefizit im Verhältnis zum BIP für 2023 von 4,8 Prozent auf 4,1 Prozent gesenkt. Für das Jahr 2024 gab die Bank an, eine Erwartung von 1,8 Prozent zu haben, was unter den Markterwartungen liegt.

In ihrer Bewertung erklärte Goldman Sachs, dass diese Prognosen eine Ausweitung des Primäreinkommensdefizits beinhalten, was "höhere Zinszahlungen als Folge der deutlich gestiegenen Zinssätze widerspiegelt".

Die Bank rechnet für die kommende Zeit mit Zuflüssen in Anleihen.

In ihrer Einschätzung äußerte die Bank: "Wir glauben, dass das Leistungsbilanzkonto kein Risiko mehr darstellt, da wir sowohl eine kontinuierliche Verbesserung in der Zukunft erwarten als auch davon überzeugt sind, dass der Zinsanstieg ausreichend Finanzmittel anziehen wird, um dies auszugleichen."