Goldman Sachs zur Inflation und Lira nach der Wahl: 'Anstieg im Mai möglich'
Die US-Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert, dass die Geld- und Fiskalpolitik in der Türkei unabhängig vom Wahlergebnis fortgesetzt wird. Im Bericht heißt es: „Wir erwarten keine Steuererhöhungen wie im Vorjahr und gehen davon aus, dass der Druck auf die Ausgaben nachlassen wird.“
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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihren letzten Türkei-Bericht vor den Kommunalwahlen am Sonntag, dem 31. März, veröffentlicht.
Im Bericht heißt es: „Unabhängig vom Wahlergebnis erwarten wir die Fortsetzung der Geld- und Fiskalpolitik sowie eine Entspannung des Drucks auf die Reserven und die Lira. Da die Haushaltseinnahmen ihren langfristigen Durchschnitt erreichen, erwarten wir nach den Wahlen keine Steuererhöhungen wie im Vorjahr und gehen davon aus, dass der Druck auf die Ausgaben nachlassen wird.“
„HÖHEPUNKT IM MAI“
In dem Bericht, der auch die Inflationsprognose für das Jahresende enthält, wird eingeschätzt: „Wir gehen davon aus, dass die Inflation im Mai ihren Höhepunkt erreichen und von dort an, unterstützt durch positive Basiseffekte, bis zum Jahresende auf 33 Prozent sinken wird.“
Bezüglich der Devisennachfrage heißt es im Bericht: „Es gibt eine steigende Devisennachfrage, die auf der Annahme der türkischen Bevölkerung beruht, dass die Lira nach den Wahlen stark an Wert verlieren könnte. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Anhebung des Leitzinses durch die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) um 500 Basispunkte in der vergangenen Woche ein starkes Signal dafür gesendet hat, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Wertverlusts gering ist.“
Da der Ramadan in diesem Jahr in den März fällt, wird in dem Bericht prognostiziert, dass die Inflation aufgrund der steigenden Lebensmittel- und Dienstleistungspreise in diesem Zeitraum hoch bleiben wird. Es heißt: „Aufgrund des negativen Basiseffekts schätzen wir, dass die jährliche Inflationsrate im März auf 68,5 Prozent steigen wird.“
Der Bericht weist darauf hin, dass im Vergleich zur Kerninflation, die aufgrund der Schwäche des Wechselkurses auf Monatsbasis steigt, bei anderen Unterkategorien des Verbraucherpreisindex eine Verlangsamung erwartet wird. Zudem wurde festgehalten, dass aufgrund der Schwierigkeit, die Gesamtauswirkungen von Lohnerhöhungen und des Ramadan auf die Inflation im aktuellen Umfeld zu berechnen, eine gewisse Unsicherheit bei den Prognosen bestehe.