Gramm-Gold auf Drei-Monats-Hoch: US-Maßnahme belebt die Märkte

Nach dem Rückkaufprogramm des US-Finanzministeriums gaben die Anleiherenditen nach; der Goldpreis pro Unze stieg auf 4.464 Dollar, der Gramm-Goldpreis auf 6.878 Lira.

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Nach einem starken Wertverlust hat sich der Trend am Goldmarkt wieder umgekehrt. Die Maßnahme des US-Finanzministeriums zur Stützung der Liquidität am Markt für langfristige Anleihen führte zu einem Rückgang der Anleiherenditen und löste gleichzeitig einen Anstieg der Goldpreise aus.

Der Preis für eine Unze Gold stieg nach diesen Entwicklungen auf bis zu 4.464 Dollar. Gramm-Gold erreichte mit 6.878 Lira den höchsten Stand der letzten drei Monate. Auch beim Goldpreis pro Unze wurden die höchsten Werte seit dem 5. Juni verzeichnet.

Marktbildschirm, der den Anstieg beim Goldpreis pro Unze zeigt.

RÜCKGANG BEI ANLEIHERENDITEN

Vor der Ankündigung des US-Finanzministeriums herrschte auf dem globalen Markt für langfristige Anleihen ein intensiver Verkaufsdruck. Die Renditen für 30-jährige US-Anleihen waren im Laufe der Woche auf die höchsten Stände seit 2007 geklettert.

Mit der Ankündigung des Ministeriums, das Volumen seiner Rückkaufoperationen zu erhöhen, kam es zu Käufen bei langfristigen Anleihen. Die Rendite der 30-jährigen Benchmark-Anleihe sank um bis zu 9 Basispunkte auf 5,19 Prozent. Diese Bewegung wurde als kurzfristige Entlastung an den Kreditmärkten gewertet.

Der Rückgang der Anleiherenditen auf den globalen Märkten stützte die Goldpreise.

Marktakteure bereiten sich zudem auf die Auktion neuer 20-jähriger Anleihen im Volumen von 16 Milliarden Dollar vor. Das Finanzministerium betonte, dass die Erhöhung des Volumens der Rückkaufoperationen darauf abziele, die Marktliquidität zu stützen.

AUGEN AUF FED-PROTOKOLLE GERICHTET

Ein weiteres Thema auf der Agenda der Märkte sind die Protokolle der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) vom 28. bis 29. Juli, deren Veröffentlichung für 18.00 Uhr türkischer Zeit erwartet wird. In den Protokollen wird insbesondere auf die Einschätzungen der „hawkishen“ Mitglieder und mögliche Meinungsverschiedenheiten geachtet werden.

Schwache Daten aus der US-Wirtschaft haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Zinsen im September unverändert bleiben, während die Erwartungen für eine Zinserhöhung geschwächt wurden. Es wird darauf hingewiesen, dass „dovish“ Signale den Goldpreis stützen könnten, während eine starke Betonung der Inflation und Äußerungen, die auf eine Zinserhöhung hindeuten, über den Dollar und die Anleiherenditen Druck auf Gold ausüben könnten.