Großer Rückgang am Ölmarkt

Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die möglichen negativen Auswirkungen der globalen Inflation auf die Nachfrage zu einem Rückgang der Ölpreise geführt.

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Die Preise auf den globalen Ölmärkten gaben am letzten Handelstag der Woche nach, da die Marktteilnehmer besorgt sind, dass die steigende Inflation die Ölnachfrage weltweit dämpfen könnte. Trotz dieses Drucks ist aufgrund der geopolitischen Ereignisse, die im Wochenverlauf für Volatilität sorgten, auch ein möglicher Wochenschluss im Plus zu beobachten.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent verlor 0,08 Prozent an Wert und fiel auf 76,24 Dollar. Zur gleichen Zeit verzeichnete das US-amerikanische Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) einen Rückgang um 0,06 Prozent auf 72,04 Dollar. Im Wochenvergleich wird jedoch erwartet, dass Brent-Öl die Woche mit einem Anstieg von etwa 6 Prozent und WTI mit einem Plus von rund 5 Prozent beenden wird.

NEUE SPANNUNGEN ZWISCHEN IRAN UND USA

Nach den Angriffen der USA auf die südlichen und östlichen Regionen des Iran reagierte die iranische Armee am Donnerstag mit Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Militärpräsenzen am Golf. Experten betonen, dass die Unsicherheiten hinsichtlich des Schicksals des derzeitigen Waffenstillstands in der Region zunehmen.

Zur gleichen Zeit wurde berichtet, dass es in Buschehr, wo sich eine der wichtigsten Atomanlagen des Iran befindet, sowie in umliegenden Städten zu einer Reihe heftiger Explosionen kam. Diese Entwicklungen führten zu einer Verschärfung der Risikowahrnehmung in der Region.

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Wiederaufflammens der Konflikte ist, dass dies in eine Zeit fiel, in der die einwöchigen, groß angelegten Trauerfeierlichkeiten nach dem Tod des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei noch andauerten.

MÄRKTE KONZENTRIEREN SICH AUF SIGNALE AUS DEN USA

Daniel Hynes, leitender Rohstoffstratege der ANZ Bank, erklärte, dass die Märkte trotz der verstärkten militärischen Angriffe der USA die Tatsache positiv bewerten, dass die amerikanische Regierung keine direkten Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Iran verübt hat. Hynes sagte: "Diese Erwartung wird durch die Aussagen von Präsident Donald Trump gestärkt, dass er keinen Ausbruch eines umfassenden Konflikts erwartet."

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch in einer Presseerklärung gesagt, er erwarte keinen neuen Krieg und fügte hinzu, dass "jede weitere Entwicklung sehr schnell enden werde".

Die Ölmärkte durchlaufen eine Phase, in der trotz der hohen geopolitischen Spannungen die makroökonomischen Indikatoren genau beobachtet werden. Experten erwarten, dass dieser volatile Kurs auch in den kommenden Wochen anhalten wird.