Großer Rückgang bei Ratenzahlungen: 109 Milliarden TL Minus in den letzten drei Monaten
Nach dem Anstieg der Kreditkartenzinsen im Anschluss an die Wahlen verzeichneten Ratenzahlungen einen historischen Rückgang. Der Schuldenstand bei Ratenzahlungen mit Kreditkarten ist in den letzten drei Monaten um 109 Milliarden TL gesunken.
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Während sich die türkische Wirtschaft unter dem Einfluss hoher Zinsen und Kreditbeschränkungen verlangsamt, erleben Ratenzahlungen mit Kreditkarten einen historischen Rückgang.
Der während der Kommunalwahlperiode erreichte Höchststand beim Schuldenstand für Ratenzahlungen mit Kreditkarten ist in den letzten drei Monaten stark zurückgegangen.
Nach Daten der Zentralbank (TCMB) sank der Schuldenstand für Ratenzahlungen mit Kreditkarten von 787,8 Milliarden TL am 5. April 2024 auf 678,8 Milliarden TL am 26. Juli. In diesem Zeitraum von etwa drei Monaten betrug die Rückgangsrate 13,8 Prozent, was einem Betrag von 109 Milliarden TL entspricht.
SCHULDENSTAND BEI RATENZAHLUNGEN AUF 517 MILLIARDEN TL GESUNKEN
Dem Bericht von Emre Deveci von der Zeitung Sözcü zufolge sank in diesem Zeitraum der Schuldenstand für Ratenzahlungen bei privaten Kreditkarten um 13,7 Prozent von 599,9 Milliarden TL auf 517,8 Milliarden TL, während er bei gewerblichen Kreditkarten um 14,3 Prozent von 187,9 Milliarden TL auf 161 Milliarden TL zurückging.
In den bis Dezember 2005 zurückreichenden Daten der TCMB wurde ein derart starker Rückgang des Schuldenstands bei Ratenzahlungen mit Kreditkarten in so kurzer Zeit bisher nicht verzeichnet.
Die Ratenzahlungen mit Kreditkarten, die nach den Wahlen aufgrund der Erwartung von Wechselkurs- und Zinsanstiegen hoch geblieben waren, sind nach den Wahlen zurückgegangen.
Während nach den Wahlen kein Wechselkursanstieg zu verzeichnen war, stiegen die Kreditkartenzinsen.
Unmittelbar nach den Kommunalwahlen erhöhte die TCMB am 6. April 2024 die maximalen Zinssätze für Kreditkartentransaktionen. Mit dieser Entscheidung wurde der monatliche Zinssatz für den Teil der Kartenschulden, der über die Mindestzahlung hinausgeht, von 3,66 Prozent auf 4,25 Prozent angehoben. Der maximale Verzugszins für Kreditkarten wurde ebenfalls von 3,96 Prozent auf 4,55 Prozent erhöht.
ANSTIEG BEI VERZUGSZINSEN
Auch der Verzugszins für Fremdwährungsschulden auf Kreditkarten wurde von 3,23 Prozent auf 3,70 Prozent angehoben.
Die Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) hatte zuletzt mit einer Entscheidung vom 31. Juli 2023 die Ratenzahlungsoption für Ausgaben bei Fluggesellschaften, Reisebüros und Unterkünften im Ausland abgeschafft.
Andererseits wurde in der Presse berichtet, dass Banken im März die Barvorschusslimits und die Anzahl der Raten für ihre Kunden bei Kreditkarten gesenkt haben.
Generell ist in den letzten Monaten auch eine Verlangsamung beim Anstieg der Kartenausgaben zu beobachten. Während der jährliche Anstieg des monatlichen Durchschnitts der wöchentlichen Kartenausgaben im Februar noch 135,5 Prozent erreichte, sank er im Juli auf 80,8 Prozent.