Großes Ausschreibungsunternehmen meldet Konkordat an: 3 Monate Frist gewährt
Ein Unternehmen, das an zahlreichen Ausschreibungen von TOKİ bis hin zu Krankenhäusern, Wohnheimen und Infrastrukturprojekten beteiligt war, hat ein Konkordat angemeldet.
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Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen sich weiterhin im Realsektor. Pozitif Boru Makina Plastik Elektrik İthalat İhracat İmalat Sanayi Ticaret Limited Şirketi, einer der bekanntesten Rohrhersteller und Infrastrukturlieferanten der Türkei, hat aufgrund steigender finanzieller Belastungen und Problemen beim Cashflow einen Konkordatsantrag gestellt.
Das in Ankara ansässige Unternehmen, das seit etwa 20 Jahren tätig ist, hat bisher an Hunderten von öffentlichen und privaten Ausschreibungen teilgenommen, darunter Projekte für TOKİ, staatliche Krankenhäuser, Studentenwohnheime und Infrastrukturvorhaben.
GERICHT BESCHLIESST 3-MONATIGE VORLÄUFIGE FRIST
Das Handelsgericht Ankara Batı hat mit Beschluss vom 9. Juli 2025 für Pozitif Boru und den Unternehmenspartner Hakan Doğan eine vorläufige Frist von 3 Monaten gewährt. Ziel ist es, dass das Unternehmen in diesem Zeitraum seine Finanzstruktur saniert, eine Grundlage für eine Einigung mit den Gläubigern schafft und seine Geschäftstätigkeit fortsetzen kann.
ZWANGSVOLLSTRECKUNGEN GESTOPPT, MASSNAHMEN FÜR SCHECKS EINGELEITET
Gemäß der Gerichtsentscheidung:
Wurden alle gegen das Unternehmen eingeleiteten Zwangsvollstreckungsverfahren gestoppt.
Wurde die Einleitung neuer Zwangsvollstreckungen gegen das Unternehmen sowie die Anwendung von vorläufigen Pfändungsbeschlüssen untersagt.
Wurde beschlossen, bei ungedeckten Schecks, die bei Banken vorgelegt wurden, einen „Konkordats-Vorbehalt“ zu vermerken.
7-TÄGIGES EINSPRUCHSRECHT FÜR GLÄUBIGER
Das Gericht hat den Gläubigern eine Frist von 7 Tagen eingeräumt, um gegen den Konkordatsantrag von Pozitif Boru Einspruch zu erheben. Gläubigerunternehmen können innerhalb dieses Zeitraums Beweise vorlegen, um die Ablehnung des Antrags zu fordern.