Haftstrafe für Gründer einer bekannten Krypto-Börse
Changpeng Zhao, der Geschäftsführer der Kryptobörse Binance, war aufgrund einer Einigung mit der US-Regierung zurückgetreten. In seinem laufenden Gerichtsverfahren gab es nun eine neue Entwicklung.
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Zhao, der als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Kryptobranche gilt und als "CZ" bekannt ist, musste sich vor einem Bundesgericht in Seattle verantworten. Während die Staatsanwaltschaft aus Gründen der Abschreckung eine dreijährige Haftstrafe für Zhao forderte, beantragten die Verteidiger eine fünfmonatige Bewährungsstrafe.
Zhaos Anwälte argumentierten, dass der ehemalige CEO seinen Fehler eingestanden habe, freiwillig in die USA gekommen sei, zuvor nicht gegen Gesetze verstoßen habe und kooperativ gewesen sei.
Zhao wurde wegen "mangelnder Vorkehrungen gegen Geldwäsche" zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt.
WAS WAR PASSIERT?
Die US-Regierung hatte im November letzten Jahres gegen die weltweit größte Kryptobörse Binance eine Geldstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar verhängt, da das Unternehmen gegen Gesetze zur Geldwäschebekämpfung und Sanktionsvorschriften verstoßen hatte. Diese Strafsumme zählte zu den höchsten, die jemals in dem Land verhängt wurden.
Zhao hatte eine Einigung mit der US-Regierung erzielt, um die Ermittlungen gegen Binance beizulegen.
Der in China geborene und im Alter von 12 Jahren nach Kanada ausgewanderte Zhao hatte sich im Rahmen der Vereinbarung bereit erklärt, zurückzutreten und eine Geldstrafe von 50 Millionen Dollar zu zahlen.
In einem Beitrag auf seinem X-Account hatte Zhao zudem erklärt, dass er Fehler gemacht habe und die Verantwortung dafür übernehmen müsse.
Sam Bankman-Fried, der Gründer und ehemalige CEO der Kryptobörse FTX, war im April in einem Strafprozess wegen Betrugs und Geldwäsche zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.