Handelsministerium greift durch: Millionenstrafen für 'Preis per DM' auf Social Media

Das Handelsministerium hat gegen 82 Unternehmen, die rechtswidrige Fahrzeug- und Immobilienanzeigen in sozialen Medien veröffentlicht haben, Geldstrafen in Höhe von insgesamt 8,2 Millionen Lira verhängt.

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Das Handelsministerium hat bei Kontrollen von Fahrzeug- und Immobilienanzeigen in sozialen Medien gegen Unternehmen, die gegen die geltenden Vorschriften verstoßen haben, Bußgelder verhängt. Im Rahmen dieser Prüfungen wurden gegen 42 Immobilienmakler und 40 Autohäuser Sanktionen in Höhe von insgesamt 8,2 Millionen Lira beschlossen.

Wie CNN Türk berichtet, erinnerte das Ministerium daran, dass die Pflicht zur Identitäts- und Autorisierungsprüfung im Rahmen des Elektronischen Anzeigeverifizierungssystems (EİDS) nicht nur auf Anzeigenportale beschränkt ist, sondern für alle elektronischen Anzeigenveröffentlichungen gilt, einschließlich Instagram, Facebook und WhatsApp.

Auch die in letzter Zeit häufig in Social-Media-Anzeigen verwendeten Formulierungen wie „Preis per DM“ (Direktnachricht) standen im Fokus der Kontrollen. Gemäß den Vorschriften müssen in Anzeigen neben dem Link zur verifizierten Anzeige auch klare Preisinformationen angegeben werden.

SOCIAL-MEDIA-BEITRÄGE GELTEN EBENFALLS ALS ANZEIGEN

Experten weisen darauf hin, dass Immobilienmakler und Autohäuser ihre Werbebeiträge auf Social-Media-Konten rechtlich als Anzeigen betrachten müssen. Daher bergen das Verbergen von Preisinformationen, das Fehlen einer Autorisierungsprüfung oder die Verwendung von Bildern, die Verbraucher irreführen könnten, das Risiko von Sanktionen.

Der auf Immobilienrecht spezialisierte Anwalt Murat Tezcan erklärte, dass für Unternehmen in der neuen Ära drei Kernpunkte im Vordergrund stünden: „Korrekte Anzeige, klarer Preis und EİDS-Konformität sind zwingend erforderlich.“

Tezcan betonte, dass Social-Media-Beiträge rechtlich als Anzeigen behandelt werden müssten, und fügte hinzu: „Immobilienmakler müssen Social-Media-Beiträge nun rechtlich wie eine Anzeige betrachten. Sie müssen dies so handhaben.“

Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Verwendung irreführender Bilder oder von Anzeigenlinks, die zu anderen Immobilien führen, neben Geldstrafen auch Maßnahmen zur Sperrung von Social-Media-Konten in Betracht gezogen werden könnten.