Hohe Kosten des Krieges: Iran trifft Entscheidung, die die Märkte erschüttern wird
Der Iran hat nach schweren Verlusten bei der Produktionskapazität seiner Anlagen den Export von Flachstahl und Brammen bis zum 30. Mai ausgesetzt. Diese Entscheidung birgt neue Risiken für das wirtschaftliche Gleichgewicht des Landes.
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Der Iran hat nach den anhaltenden militärischen Spannungen mit Israel und den USA erklärt, dass seine Industrieinfrastruktur schwere Schäden erlitten habe, und den Verkauf von strategisch wichtigen Stahlprodukten ins Ausland vorübergehend verboten. Staatsmedien zufolge gilt dieses Verbot, das insbesondere den Export von Brammen und Blechen betrifft, bis Ende Mai.
Die schweren Bombardierungen wichtiger iranischer Industriezentren während der Konflikte haben dazu geführt, dass Produktionslinien funktionsunfähig wurden. Berichten der lokalen Presse zufolge sind etwa 25 bis 30 Prozent der jährlichen Stahlproduktion, was einer Gesamtkapazität von 10 Millionen Tonnen entspricht, vorübergehend ausgefallen.
Zu den am stärksten betroffenen Unternehmen gehören die beiden Industrieriesen des Landes, die Mobarakeh Steel Company und die Khuzestan Steel Company. Infolge der Angriffe wurden Teile dieser Anlagen vollständig zerstört. Vertreter von Khuzestan Steel gaben an, dass die vollständige Wiederaufnahme der Produktion 6 bis 12 Monate in Anspruch nehmen könnte.
WELLEN IM WIRTSCHAFTLICHEN GLEICHGEWICHT: DROHENDER GROSSER VERLUST BEIM EXPORT
Stahl gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des Iran außerhalb des Ölsektors. Der Rückgang der Produktions- und Exportkapazität bedeutet eine erhebliche Verknappung des Devisenzuflusses in das Land. Wirtschaftsexperten des Landes zufolge erschüttern die Verluste das Exportgleichgewicht, während der Marktanteil des Iran auf dem Weltmarkt an Konkurrenzländer abwandern könnte.
Auf dem Binnenmarkt wird erwartet, dass die Angebotsverknappung bei Stahlprodukten zu Kostensteigerungen in Sektoren wie dem Bauwesen und der Automobilindustrie führt und einen Aufwärtstrend bei den Preisen auslöst. Zudem wird davon ausgegangen, dass sich die Produktionsausfälle negativ auf die Beschäftigung auswirken könnten; Entlassungen und ein erhöhter Druck auf die lokale Inflation werden als mögliche Folgen bewertet.
Vertreter der iranischen Handelskammer erwarten, dass sich der Markt in den kommenden zwei Monaten stabilisieren wird. Einige lokale Quellen erklärten, dass die entstandene Lücke durch beschleunigte Importe geschlossen werden soll, um so spekulative Kaufanfragen zu unterbinden.
Während die Unsicherheiten im Sektor anhalten, wird kommentiert, dass dieses vom Iran verhängte vorübergehende Exportverbot nicht nur die Wirtschaft des Landes, sondern auch den Stahlmarkt in der Region in Unruhe versetzen wird.