IMM hat recherchiert... Mietkrise schmerzt! Anstieg um 732 Prozent in 4 Jahren
Einer der schmerzhaftesten Punkte der Wirtschaftskrise zeigt sich im Bereich des Wohnens, einem der grundlegendsten Rechte der Bürger. Laut der von der Stadtverwaltung Istanbul (IMM) durchgeführten Studie „Mindestlohnempfänger in Istanbul sein“ ist die durchschnittliche Miete auf das 1,5-fache des Mindestlohns gestiegen.
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Die Wohnraumkrise sorgt weiterhin für große Probleme in den Metropolen, allen voran in Istanbul.
In einem Bericht der zur IMM gehörenden Planungsagentur Istanbul (İstanbul Planlama Ajansı) wurde vor der Festlegung des Mindestlohns für 2024 untersucht, wie es um die Kaufkraft des Mindestlohns von 2023 in Istanbul bestellt war und wie dieser im Verhältnis zu Mindestlöhnen in anderen Ländern sowie zu den Lebenshaltungskosten steht.
Laut einem Bericht von BirGün wird in dem Dokument darauf hingewiesen, dass der Mindestlohn trotz aller Erhöhungen nicht mit der täglich steigenden Inflationsrate Schritt halten kann. Es heißt: „Viele notwendige Ausgaben, insbesondere für Lebensmittel und Wohnraum, sind für Haushalte in Istanbul im Vergleich zu anderen Städten deutlich teurer.“
IN EINEM JAHR UM 75 PROZENT, IN 4 JAHREN UM 732 PROZENT GESTIEGEN
Dem Bericht zufolge stiegen die Mietpreise in Istanbul im November 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 75,7 Prozent und im Vergleich zum selben Monat des Jahres 2019 um 732,1 Prozent. Die durchschnittliche Miete erreichte das 1,5-fache des Mindestlohns. Im Bericht wird festgestellt: „Die Berechnungen zeigen, dass es selbst bei zwei Mindestlöhnen pro Haushalt nicht einfach ist, die Lebenshaltungskosten in Istanbul zu decken, und dass man an der Schwelle zur Armutsgrenze lebt.“
SELBST ZWEI MINDESTLÖHNE REICHEN NICHT FÜR DIE ARMUTSGRENZE
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindestlebenshaltungskosten für eine vierköpfige Familie im November 2023 auf 47.493 TL berechnet wurden: „Im Jahr 2020 lagen diese Zahlen bei 1.116 TL für die Hunger- und 3.539 TL für die Armutsgrenze. Innerhalb von nur drei Jahren ist die Armutsgrenze um das Siebenfache und die Hungergrenze um das Fünffache gestiegen. Trotz der Erhöhung des Mindestlohns hat sich die Schere zwischen Mindestlohn und Armutsgrenze innerhalb von drei Jahren weiter geöffnet, sodass selbst zwei Mindestlöhne in Istanbul nicht mehr ausreichen, um die Armutsgrenze zu überschreiten.“