Inflation im Euroraum im Juni unter den Erwartungen

Nach vorläufigen Daten von Eurostat ist die jährliche Inflation im Euroraum im Juni auf 2,8 Prozent gesunken, während die Preise im Monatsvergleich um 0,1 Prozent fielen.

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Das Europäische Statistikamt (Eurostat) hat die vorläufigen Inflationsdaten für den Euroraum für den Monat Juni veröffentlicht. Demnach sank die jährliche Inflationsrate von 3,2 Prozent im Mai auf 2,8 Prozent im Juni.

Die Daten lagen damit unter den Markterwartungen. Die Prognosen gingen davon aus, dass die jährliche Inflation im Juni bei 3 Prozent liegen würde. Damit endete der seit Januar anhaltende Aufwärtstrend der jährlichen Inflationsrate in der Region.

Im Juni sanken die Verbraucherpreise auf Monatsbasis um 0,1 Prozent. Die Kerninflation wurde für denselben Zeitraum mit 2,4 Prozent auf Jahresbasis und 0,2 Prozent auf Monatsbasis berechnet.

Bei den Hauptausgabengruppen wurde der höchste jährliche Anstieg mit 8,7 Prozent bei Energieprodukten verzeichnet. Auf Energie folgten Dienstleistungen mit 3,2 Prozent, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabakwaren mit 1,6 Prozent sowie Industriegüter ohne Energie mit 0,9 Prozent.

Auf Länderebene lag die jährliche Inflation in Deutschland bei 2,4 Prozent, in Frankreich bei 2 Prozent, in Italien bei 3,1 Prozent und in Spanien bei 3,6 Prozent. Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank für den Euroraum liegt bei 2 Prozent.