Investitionen in Höhe von 500 Millionen Dollar über Nacht vernichtet
Durch eine plötzliche Entscheidung der indischen Regierung wurde der Großbetrieb der Çelebi Holding im Land kurzfristig beendet; das Vermögen des Unternehmens in Höhe von 500 Millionen Dollar wurde auf Null gesetzt.
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Aufgrund des 36. NATO-Gipfels in Ankara strömten am 7. und 8. Juli Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in die Türkei. Während US-Präsident Donald Trump im Rahmen des Gipfels ebenfalls nach Ankara reiste, sorgte die Ausrüstung, die für den Empfang der Staatsoberhäupter verwendet wurde, für bemerkenswerte Momente. Trumps erster Besuch in der Türkei, der mit der aus Katar geschenkten „Air Force One“ durchgeführt wurde, fand ebenfalls ein breites Echo. Auf den Bildern, die während der Landung des amerikanischen Präsidenten in Ankara aufgenommen wurden, war das „Çelebi“-Logo auf der Fluggasttreppe zu sehen, wodurch der Firmenname eine kostenlose Werbemöglichkeit in den globalen Medien erhielt.
Doch die Çelebi Holding sah sich in jüngster Zeit mit einem massiven Verlust auf internationaler Ebene konfrontiert. Die Holding, die als eines der größten Luftfahrtunternehmen der Türkei gilt, erlitt nach politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Indien, ihrem größten ausländischen Betriebszentrum, schwere Verluste.
GRÖSSTER AUSLANDSBETRIEB ÜBER NACHT BEENDET
Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Canan Çelebioğlu, erklärte, dass sie ihre Systeme in Indien, die zehntausende Mitarbeiter beschäftigten, Schritt für Schritt aufgebaut hätten, das System jedoch aufgrund der Entwicklungen im letzten Jahr über Nacht zusammengebrochen sei. Çelebioğlu äußerte sich dazu wie folgt: „Letztes Jahr, etwa am 15. Mai, wurde unser Geschäft dort von der Regierung gestoppt, unsere gesamte Ausrüstung und alles, was wir hatten, wurde beschlagnahmt und wir wurden des Landes verwiesen. Unsere 10.000 Mitarbeiter wurden von der Regierung innerhalb eines Tages zu einem anderen Unternehmen transferiert, und ein Wert, den wir dort mit vielleicht 400 bis 500 Millionen Dollar geschaffen hatten, wurde innerhalb eines Tages auf Null reduziert.“
Indien – Politische Spannungen, die Annäherung der Türkei an Pakistan und die seit langem andauernden Konflikte in der Region führten dazu, dass viele türkische Unternehmen wie Çelebi ins Visier gerieten. Während die indische Regierung die Arbeitserlaubnisse verschiedener türkischer Firmen im Land annullierte, wurde in der Öffentlichkeit eine umfassende Boykottkampagne gegen die Türkei gestartet. In vielen Bereichen, vom Tourismus bis zum Handel, setzten Inder Besuche und Investitionen in der Türkei aus.
Çelebioğlu weist darauf hin, dass der Betrieb in Indien nicht nur finanziell, sondern auch für die Mitarbeiter und Führungskräfte des Unternehmens von immensem ideellem Wert war: „Das war für uns wirklich ein sehr, sehr trauriges Ereignis, denn abgesehen vom finanziellen Wert war es ein Ort, der wirklich mit viel Mühe aufgebaut wurde. Denn letztendlich ist Indien ein anderes Land. Auch wenn wir einige Gemeinsamkeiten hatten, gab es natürlich Schwierigkeiten und Herausforderungen.“
Diese Investition, die über zehn Jahre hinweg mit harter Arbeit aufgebaut wurde und tausenden Menschen Beschäftigung bot, wurde im Schatten politischer Entwicklungen über Nacht ausgelöscht.