Marktstudie der IPA: Istanbul überholt London

Die Preise einer der größten Supermarktketten Großbritanniens wurden mit denen einer Supermarktkette in Istanbul verglichen. Laut der von der IPA durchgeführten Untersuchung kostete ein Warenkorb mit denselben Produkten in London 2.972 TL, während dieser in Istanbul bei 3.297 TL lag. In Großbritannien entspricht dieser Betrag 3 Prozent des Mindestlohns, in der Türkei hingegen 19 Prozent.

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Die Istanbuler Planungsagentur (IPA) hat die Preise der größten Supermarktkette Großbritanniens, Sainsbury's, mit denen einer Supermarktkette in Istanbul verglichen.

Der Untersuchung wurden 20 Grundnahrungsmittel zugrunde gelegt, die in jedem Haushalt vorhanden sein sollten.


Der Leiter der IPA, Buğra Gökce, teilte die Ergebnisse des Vergleichs mit. Gökce erklärte: "Während ein Mindestlohnempfänger in London diese 20 Produkte mit nur 3 Prozent seines Gehalts kaufen kann, muss ein Mindestlohnempfänger in Istanbul 19 Prozent seines Gehalts für dieselben Produkte ausgeben."

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN MINDESTLOHNEMPFÄNGERN IN LONDON UND ISTANBUL

In der Untersuchung fiel der Unterschied zwischen einem Mindestlohnempfänger in London und einem in Istanbul besonders auf.

Bezüglich des Unterschieds zwischen einem Mindestlohnempfänger in London und einem in Istanbul äußerte sich Gökce wie folgt:

"Während ein Mindestlohnempfänger in London diese 20 Produkte mit nur 3 Prozent seines Gehalts kaufen kann, muss ein Mindestlohnempfänger in Istanbul 19 Prozent seines Gehalts für dieselben Produkte ausgeben.

Ein Mindestlohnempfänger in London kann von seinem Gehalt 296 Kilo Hackfleisch kaufen, während ein Mindestlohnempfänger in Istanbul von seinem Gehalt nur 40 Kilo Hackfleisch kaufen kann.

Ein Mindestlohnempfänger in London kann von seinem Gehalt 994 Kilo Hähnchenflügel, 1070 Eier, 3093 Liter Milch und 2896 Packungen Nudeln kaufen, während ein Mindestlohnempfänger in Istanbul nur 57 Kilo Hähnchenflügel, 425 Liter Milch und 871 Packungen Nudeln kaufen kann."

Gökce wies darauf hin, dass es in der Türkei ein sehr ernstes Ernährungsproblem gebe, und sagte: "Dieses Problem resultiert nicht nur aus der hohen Inflation. Auch die Produktion ist nicht ausreichend. Unser Volk zahlt einen hohen Preis für die jahrelang praktizierte Landwirtschafts- und Viehzuchtpolitik."