IPA-Präsident Buğra Gökce berichtet: Altersarmut und das Risiko sozialer Ausgrenzung nehmen in der Türkei zu

Der Präsident der Istanbuler Planungsagentur (IPA), Buğra Gökce, hat die Ergebnisse der IPA-Studie mit dem Titel „Einkommensverteilungsstatistik 2024“ veröffentlicht.

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Der Präsident der Istanbuler Planungsagentur (IPA), Buğra Gökce, hat in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X eindringliche Daten zum Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung in der Türkei öffentlich gemacht. Den von Gökce vorgelegten Daten zufolge steigen insbesondere das Armutsrisiko und die Gefahr der sozialen Ausgrenzung innerhalb der älteren Bevölkerung an.

JEDER VIERTE SENIOR IST GEFÄHRDET

Im Jahr 2024 war in der Türkei fast jeder vierte ältere Mensch von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser Anteil lag im Jahr 2021 noch bei 17 von 100 Senioren. In den letzten drei Jahren ist das Risiko für die ältere Bevölkerung, von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen zu sein, deutlich auf 23 Prozent gestiegen.

ANTEIL DER RENTEN AM GESAMTEINKOMMEN GESUNKEN

Während die Zahl der Rentner zwischen 2009 und 2024 um 85,3 Prozent zunahm, sank der Anteil der Rentenzahlungen am Gesamteinkommen von 18,3 Prozent auf 15,6 Prozent. Dies hat trotz der wachsenden Zahl an Rentnern zu einer Einkommensverteilung geführt, die zu Lasten der älteren Menschen geht.

WOHNKOSTEN BELASTEN ARME MENSCHEN

93,8 Prozent der Personen, die unter der Armutsgrenze leben, gaben an, dass die Deckung der Wohnkosten eine große Belastung darstellt. Dieser Wert unterstreicht die erheblichen Schwierigkeiten, mit denen die arme Bevölkerung bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse konfrontiert ist.

2,7 MILLIONEN ARME IN ISTANBUL

Laut dem Bericht „Armuts- und Lebensbedingungenstatistik 2024“ des türkischen Statistikamtes TÜİK liegt die Zahl der Menschen in Istanbul, die unter der Armutsgrenze leben – berechnet auf Basis von 60 Prozent des äquivalenten verfügbaren Haushaltseinkommens –, bei 2 Millionen 756 Tausend. Diese Zahl verdeutlicht die zunehmende soziale Ungleichheit in der größten Metropole der Türkei.

SOZIALPOLITIK IST ERFORDERLICH

Die von Gökce geteilten Daten zeigen, dass die ältere Bevölkerung einem stetig wachsenden Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt ist. Dies macht die Notwendigkeit gesellschaftlicher Solidarität und gezielter sozialpolitischer Maßnahmen noch deutlicher. Es wird betont, dass politische Strategien umgesetzt werden müssen, um die Ungerechtigkeit bei der Einkommensverteilung und das Risiko der sozialen Ausgrenzung in der Türkei zu verringern.