Forderung nach „Kapitalunterstützung“ für KMU von ITO-Präsident Avdagiç
ITO-Präsident Şekib Avdagiç erklärte: „Es wurde eine ‚selektive Kreditpolitik‘ mit der richtigen Methode verabschiedet. Dabei ist es äußerst wichtig, dass kleine Unternehmen überleben und nicht aus der Produktion ausscheiden. Im Vergleich zu Großunternehmen ist der Kapitalbedarf für KMU weitaus kritischer.“
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Der Präsident der Handelskammer Istanbul (ITO), Şekib Avdagiç, äußerte sich bei der Parlamentssitzung im Dezember zur Agenda der Geschäftswelt und zu den wirtschaftlichen Erwartungen für das Jahr 2024.
Avdagiç, der sich an die über 740.000 Mitglieder der ITO wandte, rief die Unternehmen dazu auf, sich in der kommenden Zeit stärker auf den Export zu konzentrieren und den Fokus auf die Wertschöpfung in der Produktion zu legen. Avdagiç merkte an, dass dies einen wichtigen Spielraum für die Weiterentwicklung der aktuellen Situation oder die Lösung möglicher Probleme bieten werde. Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Unterstützung und Anreize der Regierung fortgesetzt und ausgeweitet würden.
Avdagiç betonte, dass man die Aussage von Finanzminister Mehmet Şimşek, „Wir unterstützen den Realsektor für ein produktions- und exportorientiertes nachhaltiges Wachstum“, sehr schätze, und sagte: „Wir erwarten, dass die Unterstützung für unseren Realsektor und unsere Exporteure im Jahr 2024, in dem die Weltwirtschaft schwächer sein wird, gestärkt wird.“
Avdagiç führte aus: „Es wurde eine ‚selektive Kreditpolitik‘ mit der richtigen Methode verabschiedet. Dabei ist es neben der Priorisierung von Exporten und wertschöpfender Produktion äußerst wichtig, dass kleine Unternehmen überleben und nicht aus der Produktion ausscheiden.“
Avdagiç sagte, dass der zuletzt gestörte geldpolitische Transmissionsmechanismus auf dem Weg zur Neuausrichtung sei und die Kreditkanäle sich wieder zu öffnen begännen, während sich die Finanzierungskosten nahezu vervierfacht hätten.
„DIE ERHÖHUNG DER KREDITRÜCKZAHLUNGSKAPAZITÄTEN WÄRE EINE WICHTIGE UNTERSTÜTZUNG“
Avdagiç betonte, dass der Kapitalbedarf für kleine und mittlere Unternehmen im Vergleich zu Großunternehmen weitaus kritischer sei, und äußerte: „Ein volumenmäßig geringerer Betrag an Ressourcen könnte für viele unserer kleinen Unternehmen lebensnotwendig sein.“
Şekib Avdagiç teilte seine Ansichten zum Finanzierungsbedarf von KMU wie folgt mit: „Bei der Deckung des Finanzierungsbedarfs von KMU wäre einerseits die Stärkung der KGF-gestützten Sicherheiten und andererseits die Erhöhung der Kreditrückzahlungskapazitäten eine wichtige Unterstützung. Wir möchten darauf hinweisen, dass die vorab übernommenen Kosten für Rediskontkredite immer noch auf einem hohen Niveau liegen. Eine Senkung sowohl der Ressourcenkosten, die auch die Bürgschaftsurkunden auf der Rediskontseite beinhalten, als auch der Kreditwartezeiten würde für eine erhebliche Entlastung sorgen.“
In Bezug auf den für 2024 festzulegenden Mindestlohn sagte ITO-Präsident Avdagiç: „Die Mindestlohnverhandlungen dauern an. Wir sind dafür, dass unseren Arbeitnehmern ein Mindestlohn gezahlt wird, den sie verdienen und der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Gleichzeitig ist eine ‚Aktualisierung der Steuerklassen, die so gestaltet ist, dass die Verluste der letzten 10-15 Jahre ausgeglichen werden‘, was wir als ITO ebenfalls auf die Agenda gebracht haben, eine Notwendigkeit. Daher möchten wir erneut darauf aufmerksam machen, dass bei den Regelungen zum Jahresbeginn 2024 die Aktualisierung der ‚Einkommensteuerklassen‘, die alle Lohngruppen betreffen, sowie der ‚SGK-Obergrenze‘ ein wichtiges Thema sein muss.“
„WIR WÜNSCHEN UNS, DASS DER FRIEDEN IM NAHEN OSTEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH WIEDERHERGESTELLT WIRD“
In seiner Rede machte er auf das menschliche Drama aufmerksam, das Israel im Gazastreifen verursacht. Şekib Avdagiç merkte an, dass die Regierungen westlicher Länder in „Schweigen“ gehüllt seien, und sagte: „Die israelischen Verantwortlichen, die Grausamkeit zu einer Politik gemacht haben, sind zu einer gemeinsamen Gefahr für die gesamte Menschheit geworden. Wir erheben unsere Stimme erneut für einen unabhängigen und freien palästinensischen Staat und wünschen uns, dass der Frieden so schnell wie möglich wiederhergestellt wird.“