ITO-Präsident Avdagiç: Neue Regelungen für Ausgaben im Ausland sollten auf die Tagesordnung

Der Präsident der Handelskammer Istanbul, Şekib Avdagiç, erklärte, dass Strategien entwickelt werden müssen, um die steigenden Ausgaben türkischer Staatsbürger im Ausland zu reduzieren. Avdagiç betonte zudem, dass die Hotelpreise in Istanbul unter dem Niveau vergleichbarer Metropolen lägen und Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen im Sektor ergriffen werden müssten.

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Der Präsident der Handelskammer Istanbul, Şekib Avdagiç, wies im Rahmen des Tourism Investment Forum 2026 darauf hin, dass die Ausgaben im Ausland im vergangenen Jahr erheblich gestiegen seien. Avdagiç betonte, dass das Angebot an inländischen Alternativen erweitert werden müsse, um die touristischen Erwartungen der türkischen Bürger zu erfüllen, wodurch die Ausgaben im Inland gehalten werden könnten.

In Bezug auf Daten zu Hotelpreisen erklärte Avdagiç, dass Istanbul im Vergleich zu anderen Weltstädten weiterhin auf einem niedrigen Niveau liege, was das Erreichen des vollen Umsatzpotenzials der Hotels verhindere. „Damit Istanbul eine stärkere Position im Tourismus einnehmen kann, ist es äußerst wichtig, dass wir sowohl unsere Hotel- und Zimmerkapazitäten erhöhen als auch ein Konzept entwickeln, bei dem die anreisenden Touristen mehr für ihre Unterkunft ausgeben können“, sagte er.

ERNEUTE WARNUNG VOR CHINESISCHEN ANBIETERN WIE TEMU

Avdagiç erinnerte daran, dass er vor einiger Zeit die Aufhebung der 30-Euro-Grenze für Auslandseinkäufe unterstützt habe, und erklärte, dass die Ausgaben über internationale E-Commerce-Plattformen die Grenzen des persönlichen Bedarfs überschritten hätten und nun kommerzielle Ausmaße annähmen, weshalb Maßnahmen erforderlich seien. „Einkäufe bei E-Commerce-Seiten wie dem chinesischen Temu oder Shein haben sich mittlerweile vom persönlichen Bedarf hin zur Kommerzialisierung entwickelt. Das ist eine ernsthafte Gefahr. Auch wenn theoretisch alles als persönlicher Bedarf deklariert wird, müssen wir hier Vorkehrungen treffen“, wiederholte er seine früheren Warnungen.

Im weiteren Verlauf seiner Rede auf dem Forum betonte Avdagiç, dass bei Tourismusinvestitionen der Fokus auf Strategien zur Steigerung des Umsatzes pro Zimmer liegen müsse, und äußerte seine Zuversicht, dass die Investitionen in Istanbul in diese Richtung gelenkt würden. Zudem kündigte er an, dass im Istanbuler Messezentrum in Yeşilköy zusätzlich zur bestehenden Fläche von 100.000 Quadratmetern eine neue Investition über 40.000 Quadratmeter gestartet wurde. Er hob hervor, dass die neue Anlage dank einer 7.000 Quadratmeter großen, säulenfreien Etage internationale Kongresse mit 12.000 bis 14.000 Teilnehmern beherbergen könne.