Besorgniserregende Prognose des IWF: Rückgang unter den historischen Durchschnitt möglich

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seinen Weltwirtschaftsbericht veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wird die globale Wachstumsrate bis Ende des Jahrzehnts einen historischen Rückgang verzeichnen. Der IWF führt dies zu mehr als der Hälfte auf den wirtschaftlichen Abschwung in Schwellenländern und einkommensschwachen Ländern zurück.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte in seinem Weltwirtschaftsausblick, dass die globale Wachstumsrate bis Ende des Jahrzehnts auf 2,8 Prozent sinken und damit einen vollen Prozentpunkt unter den historischen Durchschnitt fallen werde. Der IWF stellte fest, dass der Rückgang des Produktivitätswachstums für mehr als die Hälfte des wirtschaftlichen Abschwungs in fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie in Schwellenländern und einkommensschwachen Ländern verantwortlich sei.

Im IWF-Bericht heißt es dazu:

"Ein Szenario anhaltend niedrigen Wachstums könnte in Kombination mit hohen Zinssätzen die Schuldentragfähigkeit gefährden und die Fähigkeit der Regierungen einschränken, wirtschaftlichen Abschwüngen entgegenzuwirken sowie in soziale Wohlfahrt oder Umweltinitiativen zu investieren. Darüber hinaus könnten schwache Wachstumsaussichten Investitionen in Kapital und Technologie abschrecken und den Abschwung möglicherweise noch verschärfen. All dies wird durch den Gegenwind infolge geoökonomischer Fragmentierung sowie schädlicher einseitiger Handels- und Industriepolitik noch verschlimmert."

Gleichzeitig betonte der IWF, dass dieser Trend durch politische Maßnahmen umgekehrt werden könne, "die Fehlallokationen von Ressourcen beheben, indem sie die Flexibilität der Produkt- und Arbeitsmärkte, die Handelsöffnung und die finanzielle Entwicklung verbessern".