Japanische Reedereien ändern Routen nach Angriffen im Roten Meer

Japanische Reedereien ändern ihre Routen, nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer in jüngster Zeit verstärkt haben.

AA

Die Angriffe der Huthi im Jemen gefährden die Durchfahrten durch den Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und über den 12 Prozent des Welthandels abgewickelt werden.

Wie der japanische staatliche Fernsehsender NHK berichtet, haben die Unternehmen "Nippon Yusen" und "Mitsui OSK Lines" die Routen ihrer Frachtschiffe mit Ziel oder Herkunft Europa geändert.

Es wurde mitgeteilt, dass die Routenänderung aufgrund der "Möglichkeit, dass die Huthi mit Israel in Verbindung stehende Transporte ins Visier nehmen könnten" vorgenommen wurde und die Schiffe nun um das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden.

In der nationalen Presse wurde zudem berichtet, dass auch die Unternehmen Kawasaki Kisen Kaisha (K Line) und Ocean Network Express ihre Schifffahrtsrouten aufgrund der Huthi-Angriffe geändert haben.

Die Tatsache, dass die neuen Routen zu Lieferverzögerungen und höheren Transportkosten führen werden, verstärkt die Sorgen vor einer "Lieferkettenkrise" in der Weltwirtschaft.