JPMorgan: Erneutes Zollrisiko wird sich positiv auf den Dollar auswirken

Laut JPMorgan ist es möglich, dass der US-Dollar durch ein Aufeinandertreffen von Biden und Trump bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 und die damit verbundenen Spannungen eines Handelskrieges an Wert gewinnt.

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Laut JPMorgan bereitet sich der Dollar darauf vor, von der Wahl 2024 zu profitieren, bei der US-Präsident Joe Biden und der ehemalige Präsident Donald Trump aufeinandertreffen werden, was die Wahrscheinlichkeit eines Handelskrieges erhöht.

Die Devisenstrategen von JPMorgan, darunter Meera Chandan und Patrick Locke, schrieben in einer Notiz vom 27. November, dass Anleger angesichts der dominanten Führungsposition des protektionistischen Trump unter den republikanischen Kandidaten den Fokus auf die Auswirkungen potenzieller Handelszölle auf die Währungen legen sollten.

Die Strategen bewerteten die Situation wie folgt: „Das erneute Zollrisiko wird sich positiv auf den Dollar auswirken. Auch wenn der Fokus weiterhin auf dem chinesischen Yuan liegen wird, gibt es Raum für eine direktere Ausweitung auf andere Währungen.“ JPMorgan gibt an, dass ein Biden-Trump-Duell ein Jahr vor der Wahl „wahrscheinlich ist, falls die aktuellen Umfragewerte Bestand haben“.

Die Strategen weisen zudem darauf hin, dass die Zölle, die unter Biden von seinem Vorgänger Trump übernommen wurden, „weitgehend in Kraft geblieben sind“. Laut JPMorgan wird eine zukünftige Ausweitung der US-Wirtschaftszölle auf Länder und Handelsblöcke außerhalb Chinas (wie Europa, Mexiko und Asien im weiteren Sinne) einen sehr großen Einfluss auf die Stärke des Dollars haben.

Die Strategen prognostizierten, dass ein weltweiter Zoll von 10 Prozent den handelsgewichteten Wert des Dollars um 4 bis 6 Prozent steigern könnte, da ein ausgeweiteter Handelskrieg Druck auf konjunkturelle und wachstumssensible Währungen ausübt.