Katar schließt LNG-Anlage: Schock für den europäischen Erdgasmarkt! Massive Preisanstiege
Die Aussetzung der Lieferungen aus der weltweit größten LNG-Anlage in Katar und die Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung haben zu einem Anstieg der Erdgaspreise in Europa um mehr als 20 Prozent geführt.
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Die durch die zunehmenden Konflikte im Nahen Osten ausgelöste Unruhe an den Energiemärkten hat zu einem drastischen Anstieg der Erdgaspreise in Europa geführt. Die vorübergehende Stilllegung der riesigen Anlage von QatarEnergy nach einem Drohnenangriff iranischen Ursprungs hat an den europäischen Gasmärkten den zweiten Tag in Folge für massive Preissteigerungen gesorgt.
Am niederländischen virtuellen Erdgasmarkt TTF stiegen die Kontrakte für April um 23,04 Prozent auf 54,76 Euro pro Megawattstunde. Damit liegen die Preise mehr als 60 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag. Diese Volatilität geht als eine der heftigsten Preisbewegungen der jüngsten Zeit in die Geschichte ein.
Da sich der Winter dem Ende zuneigt und die europäischen Erdgasspeicher weitgehend geleert sind, verschärft der bevorstehende neue Auffüllungszeitraum den Wettbewerb der Region mit anderen Ländern um das globale Gasangebot. Die Anlage in Katar deckt etwa 20 Prozent des weltweiten Erdgasangebots ab, und bereits vor der Schließung hatten die geopolitischen Risiken im Nahen Osten den Energietransport durch die Straße von Hormus erheblich beeinträchtigt.
Diese Entwicklung auf dem Weltmarkt hat auch die Prognosen der Finanzwelt verändert. Analysten der Goldman Sachs Group haben ihre Preisprognosen für Erdgas-Kontrakte mit Lieferung im April 2026 in Europa von 36 Euro auf 55 Euro angehoben. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Tatsache, dass katarisches LNG größtenteils auf die asiatischen Märkte ausgerichtet ist, dazu führen könnte, dass die Spot-Gaspreise in Asien über das europäische Niveau steigen.
Huibert Vigeveno, CEO der in der Schweiz ansässigen MET Group, wies darauf hin, dass die Versorgungssicherheit für Europa in der aktuellen Situation erneut zu einem schwierigen Thema geworden sei.
Ross Wyeno, Analyst bei S&P Global Energy, kommentierte: „Während die Marktteilnehmer die Auswirkungen des Produktionsausfalls auf ihre eigenen Lieferportfolios bewerten, erwarten wir in den kommenden Tagen erhebliche Preisschwankungen. Es wird davon ausgegangen, dass die aggressivsten Käufer bei kurzfristigen Spot-Käufen wahrscheinlich auf den asiatisch-pazifischen Märkten zu finden sein werden.“