Klare Warnung von Mahfi Eğilmez zu Gold und Silber! 'Der teuerste Fehler eines Anlegers...'

Der Ökonom Mahfi Eğilmez erklärte, dass die heftigen Schwankungen bei Gold und Silber zeigen, wie fragil Märkte sind, die durch Erwartungen aufgebläht wurden. Eğilmez riet Anlegern dazu, sich nicht auf einen einzigen Vermögenswert zu verlassen, sondern auf ein ausgewogenes Anlageportfolio zu setzen.

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Der bekannte Ökonom Mahfi Eğilmez schrieb, dass die heftigen Kursanstiege und -rückgänge bei Gold und Silber in der vergangenen Woche das Ergebnis der Markterwartungen bezüglich der Fed-Führung in den USA seien.

Eğilmez betonte, dass es insbesondere mit dem Schwinden des „leichtes Geld“-Szenarios zu einem schnellen Rückzug bei den Edelmetallen gekommen sei. Er erklärte, dass die Märkte statt vorsichtiger Analysen extreme Wahrscheinlichkeiten eingepreist hätten und dass Beispiele aus der Finanzgeschichte zeigten, dass solche Bewegungen einen hohen Preis haben könnten.

Am Ende seines Artikels richtete Eğilmez eine klare Warnung an die Anleger: „Sich blind an einen einzigen Vermögenswert oder ein einziges politisches Szenario zu binden, kann der teuerste Fehler eines Anlegers sein“, sagte er. Eğilmez fügte hinzu: „Der sicherste Weg, Vermögen zu schützen, besteht darin, sich nicht auf ein einziges Anlageinstrument zu stützen, sondern auf ein ausgewogenes Anlageportfolio.“

Der vollständige Artikel von Eğilmez mit dem Titel Der Aufstieg und Fall von Gold und Silber lautet wie folgt:

"Die Märkte standen eine Zeit lang wie unter Hypnose. Jeder preiste ein, dass Donald Trump eine taubenhafte Person an die Spitze der Fed berufen würde, die den Forderungen des Weißen Hauses nicht widersprechen, das Inflationsrisiko zugunsten des Wachstums ignorieren und die Zinsen schnell senken würde. Mit dieser Erwartung schwächte sich der Dollar ab, während Gold aufgrund der Wahrnehmung als sicherer Hafen und Silber sowohl aufgrund der industriellen Nachfrage als auch seiner Rolle als Dollar-Ersatz schnell anstiegen. Auch die Hinwendung der Zentralbanken von Dollar zu Gold bei ihren Reserven war ein wichtiger Faktor, der diese Bewegung unterstützte.

Doch Trump durchbrach wieder einmal das Szenario, an das sich der Markt gewöhnt hatte. Kevin Warsh, dessen Name für den Fed-Vorsitz gehandelt wurde, war weit entfernt von dem Profil einer treuen Taube, das die Märkte erwartet hatten. Warsh, der bereits im Fed-Gouverneursrat tätig war, über Wall-Street-Erfahrung verfügt und seine akademische Karriere fortsetzt, ist besonders für seine restriktive Haltung in der Geldpolitik bekannt. Am wichtigsten ist, dass er eine Linie vertritt, die die Unabhängigkeit der Fed gegenüber politischem Druck priorisiert.

Mit der Stärkung dieser Möglichkeit zogen sich die Preise, die durch die Erwartung von leichtem Geld aufgebläht waren, in kurzer Zeit zurück. Die heftigen Verkäufe bei den Edelmetallen innerhalb von zwei Tagen zeigten einmal mehr, auf welch fragiler Erwartungsgrundlage sich die Märkte bewegen. Natürlich ist nicht jeder gleichermaßen pessimistisch. Warshs jüngste Einschätzungen, dass Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz die Inflation senken könnten, führen auch zu Interpretationen, dass er in Zukunft Zinssenkungen gegenüber nicht so verschlossen sein könnte wie bisher. Doch die Märkte zogen es wie immer vor, die extremsten Szenarien zu kaufen, anstatt vorsichtige Analysen anzustellen.

Diese plötzliche Korrektur bei den Edelmetallen erinnert an eines der markantesten Spekulationsbeispiele der Finanzgeschichte: den Fall der Hunt-Brüder. Die Hunt-Brüder, die Ende der 1970er Jahre ihr Vermögen vor der Inflation schützen wollten, wandten sich aufgrund einer 1933 in Kraft getretenen Verordnung, die Beschränkungen auf dem Goldmarkt vorsah, Silber zu und dominierten den Markt ab 1977 praktisch mit ihren Silberkäufen. Diese Käufe hatten den Unzenpreis von Silber von 1,5 Dollar auf 50 Dollar im März 1980 getrieben.

Doch das Eingreifen der Fed und die Beschränkungen, die sie für Silbergeschäfte einführte, kehrten die Verhältnisse schlagartig um. Am 27. März 1980, dem Tag, der als Silber-Donnerstag in die Finanzgeschichte einging, fiel der Silberpreis auf 10,8 Dollar. Die Hunt-Brüder verloren an nur einem Tag 1,7 Milliarden Dollar und schlitterten in die Insolvenz. Mit ihnen erlitten auch die Banken, die diesen Anstieg finanzierten, und zahlreiche Anleger, die in Silber investiert hatten, schwere Verluste. Dieses Ereignis hat sich als eines der deutlichsten Beispiele dafür ins Gedächtnis eingebrannt, wie aufgeblähte Erwartungen durch einen einzigen politischen Schachzug zu einem Trümmerhaufen werden können.

Der heutige Rückzug bei den Edelmetallen ist eine ähnliche Warnung. Es ist schwer vorherzusagen, ob Trump morgen einen völlig anderen Schritt unternehmen wird, der die Preise für Edelmetalle wieder schnell in die Höhe treiben könnte. Doch was passiert ist, zeigt uns eines deutlich: Sich blind an einen einzigen Vermögenswert oder ein einziges politisches Szenario zu binden, kann der teuerste Fehler eines Anlegers sein.

Wie die Finanzgeschichte immer wieder gezeigt hat, ist der sicherste Weg, Vermögen zu schützen, sich nicht auf ein einziges Anlageinstrument zu stützen, sondern auf ein ausgewogenes Anlageportfolio."