Konkordato-Anträge erreichten im Juli einen Rekordwert
Im Juli wurde bei den Konkordato-Anträgen ein Rekordniveau erreicht. Die Gerichte erließen für 358 Akten vorläufige Schutzanordnungen und verzeichneten damit den höchsten monatlichen Wert seit 2018.
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Die finanziellen Schwierigkeiten von Unternehmen und die Schrumpfung der Produktion bedrohen weiterhin deren Nachhaltigkeit. In den letzten zwei Jahren haben die Konkordato-Verfahren vor Gericht erheblich zugenommen. Laut einem Bericht von Konkordatotakip.com, der auf Daten der Presseanzeigenbehörde (Basın İlan Kurumu) basiert, wurde im Juli für 358 Akten eine vorläufige Schutzanordnung erlassen. Dies wurde als Rekord auf monatlicher Basis registriert. Im selben Monat wurden für 139 Akten endgültige Schutzanordnungen erlassen, während die Zahl der Konkursentscheidungen bei 30 lag und für 14 Akten eine Bestätigungsentscheidung getroffen wurde.
Betrachtet man den Zeitraum von Januar bis Juli, so stieg die Zahl der vorläufigen Schutzanordnungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 105 Prozent auf 1617. Im gesamten letzten Jahr war diese Zahl mit 1723 registriert worden.
Die endgültigen Schutzanordnungen stiegen im Zeitraum Januar bis Juli ebenfalls um 209 Prozent auf 961. Im gleichen Zeitraum nahmen die Ablehnungen von Konkordato-Anträgen um 113 Prozent auf 710 zu. Die Konkursentscheidungen stiegen um 129 Prozent auf 126.
Auf sektoraler Ebene betrachtet, war der Textilsektor am stärksten betroffen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 wurde für 120 Akten im Textilsektor eine vorläufige Schutzanordnung erlassen. Zusammen mit Untersektoren wie Bekleidung, Schuhe, Teppiche, Taschen, Garnherstellung und Lederverarbeitung erreichte die Gesamtzahl der Konkordato-Fälle 161. Auf den Textilsektor folgte der Bausektor mit 73 Akten. Auch die Metallwarenherstellung, Aluminiumverarbeitung, Möbel- und Kunststoffsektoren waren in der Rangliste vertreten.