Kosten- und globaler Wettbewerbsdruck in der Eisen- und Stahlindustrie steigt: Karabük-Industrie fordert logistische Unterstützung
Der Vorsitzende der Handels- und Industriekammer Karabük, Fatih Çapraz, erklärte, dass hohe Zinsen, Energiekosten und logistische Belastungen die Produktions- und Exportentscheidungen in der Eisen- und Stahlbranche erschweren.
12punto
Der Vorstandsvorsitzende der Handels- und Industriekammer Karabük, Fatih Çapraz, erklärte, dass die Eisen- und Stahlindustrie aufgrund hoher Finanzierungskosten, einer Verlangsamung der globalen Nachfrage, steigender Energiekosten und des internationalen Wettbewerbsdrucks eine schwierige Phase durchlebt.
Çapraz wies darauf hin, dass Hersteller in der Eisen- und Stahlindustrie, einem der Zugpferde der Wirtschaft von Karabük, Schwierigkeiten beim Zugang zu Betriebskapital haben und dass das Umfeld hoher Zinsen auch neue Investitionsentscheidungen verzögern könne. Laut Çapraz beeinträchtigt die Straffung der Finanzierungsbedingungen nicht nur die täglichen Produktionspläne, sondern auch die Kapazitätserweiterungen und Exportstrategien der Unternehmen.
Çapraz betonte, dass die Probleme der Branche nicht auf die Finanzierung beschränkt seien, und äußerte, dass die im Rahmen der internen Verarbeitungsbescheinigung (Dahilde İşleme İzin Belgesi) eingeführte Verpflichtung zum Mindestkauf von 25 Prozent im Inland ebenfalls als ein Faktor bewertet werde, der den Kostendruck erhöhe.
Diese Regelung erhöht nicht nur die Produktionskosten, sondern beeinflusst auch das Wettbewerbsgleichgewicht innerhalb der Branche. Die verringerte Flexibilität bei der Rohstoffbeschaffung erschwert den Preiswettbewerb der Exportunternehmen auf internationalen Märkten und schafft einen Nachteil gegenüber globalen Wettbewerbern.
Çapraz erklärte, dass das grundlegende Problem für die Zukunft der Industrie in Karabük nicht nur der Rückgang der Inflation sei, sondern dass strukturelle Schritte unternommen werden müssten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu steigern. Zu diesen Punkten gehören der Übergang zu einer Produktion mit höherer Wertschöpfung, die Diversifizierung der Exportmärkte, die Senkung der Energiekosten und die Erleichterung des Zugangs zu angemessener Finanzierung für KMU.
BETONUNG AUF HAFEN FİLYOS UND SCHIENENWEG
Çapraz betonte, dass das Filyos-Projekt für die Industrie von Karabük und der westlichen Schwarzmeerregion eine besondere Bedeutung habe, und bezeichnete den Hafen Filyos als eine der strategischen Investitionen, die die Außenhandelskapazität der Türkei erhöhen und neue Logistikkorridore schaffen könnten.
Er merkte an, dass eine effiziente Nutzung des Hafens nicht nur der westlichen Schwarzmeerregion, sondern auch den Produktionszentren in Zentralanatolien, allen voran Karabük, Vorteile bringen könne. Dadurch könnten Exportprozesse beschleunigt, Logistikkosten gesenkt und der Belastungsdruck auf die Marmara-Region verringert werden.
Çapraz erklärte, dass die von der Türkiye Petrolleri im Gebiet Filyos realisierte Erdgasverarbeitungsanlage eine strategische Investition für die Versorgungssicherheit mit Energie sei, und sagte, dass die Region nicht nur als Energiezentrum, sondern auch als starke Export- und Logistikbasis betrachtet werden müsse.
Çapraz betonte, dass in Branchen mit hoher Tonnage wie der Eisen- und Stahlindustrie die Logistikkosten die Wettbewerbsfähigkeit direkt beeinflussen, und forderte eine Stärkung der Schieneninfrastruktur, um Produkte kostengünstiger zu den Häfen zu transportieren und die Frachtkosten zu senken.
Laut Çapraz werden eine effizientere Nutzung der Verbindung Karabük-Filyos, die Erhöhung der Gütertransportkapazität und die Umsetzung des Projekts für das Logistikzentrum Karabük einen wichtigen Beitrag zur Produktions-, Export- und Logistikkapazität der Region leisten. Es wird erwartet, dass diese Schritte die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie der westlichen Schwarzmeerregion auf internationalen Märkten unterstützen.