Kostendruck reduziert Bordverpflegung in Bussen: Warnung vor kostenpflichtigem Wasser in der Branche

Aufgrund steigender Kraftstoff-, Autobahn- und Betriebskosten wird die Bordverpflegung in Fernbussen reduziert; Branchenvertreter weisen auf die Möglichkeit kostenpflichtigen Wassers hin.

12punto

Fernbusunternehmen haben aufgrund steigender Kosten damit begonnen, die während der Fahrten angebotene Verpflegung zu reduzieren. Wie die Zeitung Sözcü berichtet, wurden Kuchen, Kekse, Eis und ähnliche Snacks, die einst zum Standardangebot auf langen Reisen gehörten, von den Verpflegungslisten vieler Unternehmen gestrichen.

Einige Unternehmen in der Branche beschränken sich derzeit noch auf den Service von Heiß- und Kaltgetränken. Sollten jedoch die Kosten für Kraftstoff, Autobahnen, Brücken, Wartung und Betrieb weiter steigen, könnten auch in diesen Bereichen neue Einschränkungen anstehen.

Mustafa Kıransal, Vorsitzender des Verbandes der Busunternehmer und Betreiber von Kars, erklärte, dass die Busunternehmer unter einem enormen Kostendruck stünden und sagte: „Die Busunternehmer kämpfen ums Überleben.“ Kıransal erläuterte, dass die Strecke Kars-Istanbul etwa 1.500 Kilometer lang sei, der Ticketpreis jedoch bei etwa 2.100 TL verharre, während die Kosten für Diesel, Reifen, Motorwartung und Straßennutzungsgebühren die Ausgaben der Unternehmen in die Höhe trieben.

Kıransal gab an, dass allein die Brücken- und Autobahngebühren für eine Fahrt von Kars nach Istanbul 56.000 Lira erreichten und dass die Einschränkungen bei der Verpflegung bereits seit etwa einem Jahr anhielten. Branchenvertretern zufolge führt der Kostenanstieg dazu, dass Unternehmen ihre Serviceleistungen insbesondere auf Langstrecken neu bewerten.

Eyüp Fatih Bay, Vorsitzender der TOFED-Niederlassung Malatya und Vorsitzender des Verbandes der Fernbusbetreiber von Malatya, bestätigte ebenfalls, dass die Unternehmen aufgrund des Kostendrucks gezwungen seien, bei der Verpflegung zu sparen. Bay wies darauf hin, dass Reiseportale 13 Prozent Provision auf Ticketverkäufe erheben und die Zahlungen an die Unternehmen verzögert weitergeleitet würden.

Mit Blick auf das kostenpflichtige Serviceangebot in Flugzeugen äußerte Bay: „Die Ära der kostenpflichtigen Verpflegung in Bussen wird beginnen. Alles wird von selbst teurer. Niemand sollte überrascht sein, wenn in Bussen Wasser gegen Bezahlung verkauft wird.“