Kreditkartenschulden steigen, Bürger in schwieriger Lage

Seit Jahresbeginn sind die Kreditkartenschulden um 191,8 Prozent gestiegen, während etwa 900.000 Personen in den Zahlungsverzug geraten sind. Während die Einlagen bei den Banken sinken, nehmen die Kreditschulden weiter zu. Die Schuldenkrise verschärft sich.

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Die Einlagen bei den Banken sanken in der Woche vom 27. September bis zum 4. Oktober um 334 Milliarden Lira auf 17,61 Billionen Lira, während das Kreditvolumen um 28 Milliarden Lira auf 14,95 Billionen Lira anstieg. Die Quote der Umwandlung von Einlagen in Kredite stieg von 83,2 Prozent auf 84,9 Prozent.

Während die Einlagen seit Jahresbeginn um 18,6 Prozent zunahmen, betrug das Wachstum des Kreditbestands 28,6 Prozent. Das anhaltend hohe Zinsniveau und die hohe Inflation erschweren es breiten Teilen der Bevölkerung, deren Einkommen nicht im gleichen Maße gestiegen ist, ihre Schulden zurückzuzahlen. Die Bürger geraten zunehmend in eine neue Schuldenkrise.

Die privaten Kreditschulden und Kreditkartenschulden der Bürger stiegen in der Woche vom 27. September bis zum 4. Oktober um 13,4 Milliarden Lira auf 3 Billionen 575 Milliarden Lira. In der genannten Woche erhöhte sich der Saldo der Privatkredite um 8,1 Milliarden Lira auf 1 Billion 901 Milliarden Lira, während der Saldo der Kreditkartenschulden um 5,3 Milliarden Lira auf 1 Billion 674 Milliarden Lira anstieg. Die Schulden der Verbraucher bei den Banken sind im Vergleich zum Jahresende 2023 um 846 Milliarden Lira, also um etwa 31,1 Prozent, gestiegen.

In diesem Zeitraum verzeichnete der Saldo der Privatkredite einen Anstieg um 344 Milliarden Lira, der Saldo der Kreditkartenschulden um 504 Milliarden Lira. Seit Jahresbeginn gab es einen Anstieg bei den notleidenden Kreditkartenschulden um 191,8 Prozent und bei den notleidenden Privatkrediten um 57,7 Prozent.

Parallel zu den steigenden Schulden wächst auch die Zahl der Bürger, die ihre Schulden bei den Banken nicht fristgerecht begleichen können und deshalb unter Zwangsvollstreckung gestellt werden, rapide an. Laut Daten des Risikozentrums wurden im Zeitraum Januar bis August dieses Jahres 736.513 Personen aufgrund von nicht fristgerecht beglichenen Privatkrediten und 899.047 Personen aufgrund von nicht fristgerecht beglichenen Kreditkartenschulden von den Banken unter Zwangsvollstreckung gestellt. Zählt man diejenigen, die sowohl wegen Kreditkarten- als auch wegen Verbraucherkreditschulden unter Vollstreckung stehen, als eine Person, so wurden insgesamt 1.213.055 Personen aufgrund von nicht fristgerecht beglichenen Schulden bei Banken unter Zwangsvollstreckung gestellt. Unterdessen erreichte die Zahl der Bürger, die in den Vorjahren von Banken und anderen Finanzinstituten unter Zwangsvollstreckung gestellt wurden, deren Schulden aber weiterhin bestehen, Ende August 3.847.000.