Kritik an der Mindestlohnkommission

HAK-İŞ-Vorsitzender Mahmut Arslan kritisierte die Struktur der Mindestlohnkommission und betonte, dass die Teilnahme der Arbeitnehmer behindert werde. Arslan forderte eine Änderung der aktuellen Zusammensetzung des Gremiums.

12punto

Der HAK-İŞ-Vorsitzende Mahmut Arslan äußerte scharfe Kritik an der seit Jahren unveränderten Struktur der Mindestlohnkommission. In seiner Rede auf der 4. ordentlichen Generalversammlung der Gewerkschaft Öz Sağlık-İş erklärte Arslan: „Wir protestieren seit 50 Jahren gegen die Struktur der Mindestlohnkommission.“

Arslan betonte, dass das derzeitige System in der Mindestlohnkommission den Arbeitnehmern keine ausreichende Vertretung ermögliche. „Solange sich die Struktur der Kommission nicht ändert, unterstützen wir die Entscheidung der Arbeitnehmerseite, nicht teilzunehmen“, sagte Arslan. Er unterstrich, dass bei der im Dezember anstehenden Sitzung, sofern das Gesetz nicht geändert werde, die Löhne weiterhin per Mehrheitsbeschluss festgelegt würden, was er als „Diktat“ bezeichnete.

WIRD ES DER TİSK ÜBERLASSEN?

Arslan forderte eine Stärkung des Einflusses der Arbeitnehmervertreter im Prozess der Mindestlohnfestlegung und fragte: „Werden wir die Festlegung des Lohns vollständig der TİSK überlassen?“ Er plädierte für die Schaffung eines demokratischeren und pluralistischeren Systems und erklärte, dass mit der bestehenden Struktur kein fairer Lohn festgelegt werden könne.

WIR AKZEPTIEREN KEIN SYSTEM, DAS ARBEITNEHMER DURCH IHREN LOHN VERSKLAVT

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öz Sağlık-İş, Devlet Sert, kritisierte in seiner Rede auf derselben Versammlung ebenfalls das System und erklärte, der Mindestlohn habe sich zu einer Ordnung entwickelt, die den Arbeitnehmer versklave. Sert sagte: „Wir lehnen dieses System ab, das zum Durchschnittslohn geworden ist und den Arbeitnehmer durch seinen Lohn versklavt.“