Kritischer Prozess offiziell gestartet: Warnung an die Türkei von den internationalen Märkten

S&P Dow Jones Indices hat davor gewarnt, dass die Türkei ihren Status als „Schwellenmarkt“ verlieren und in die Kategorie „Grenzmarkt“ (Frontier Market) herabgestuft werden könnte, falls Probleme beim Marktzugang und der Transparenz nicht behoben werden. Die Institution erklärte, sie verfolge die regulatorischen Schritte genau.

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Der internationale Indexanbieter S&P Dow Jones Indices (S&P DJI) hat eine bemerkenswerte Bewertung zum türkischen Kapitalmarkt veröffentlicht. Die Institution warnte, dass der aktuelle Status der Türkei als „Schwellenmarkt“ auf das Niveau eines „Grenzmarktes“ herabgestuft werden könnte, sollten die Probleme in den Bereichen Marktzugang und Transparenz nicht gelöst werden.

MARKTZUGANG UND TRANSPARENZ WERDEN ÜBERWACHT

In einer nächtlichen Erklärung von S&P DJI wurde betont, dass strukturelle Probleme, die den Marktzugang beeinflussen – insbesondere die Transparenz bei Aktienbesitzverhältnissen –, sowie die von den Regulierungsbehörden ergriffenen Maßnahmen genau beobachtet werden.

In der Erklärung hieß es, dass bei einer weiteren Verschlechterung der aktuellen Bedingungen eine Sonderregelung für türkische Vermögenswerte eingeführt werden könnte. Zudem wurde vermerkt, dass die Türkei bei der nächsten Überprüfung vom „Schwellenmarkt“-Status in die „Grenzmarkt“-Kategorie herabgestuft werden könnte, falls die Probleme nicht innerhalb des kommenden Jahres gelöst werden.

AUCH MSCI HATTE ÄHNLICHE WARNUNG AUSGESPROCHEN

Eine ähnliche Bewertung bezüglich der Türkei wurde bereits im vergangenen Monat vom internationalen Indexanbieter MSCI vorgenommen.

MSCI hatte erklärt, dass internationale Investoren Bedenken hinsichtlich einer künstlichen Erhöhung der Streubesitzquoten an der Borsa Istanbul durch koordinierte Transaktionen hätten. Zudem kündigte MSCI an, dass ein offizieller Konsultationsprozess zum türkischen Markt eingeleitet werden könnte, falls bis November keine neuen Regulierungen umgesetzt würden.

AUCH INDONESIEN AUF DER LISTE

S&P DJI wies nicht nur für die Türkei, sondern aufgrund von Mängeln bei der Transparenz auch für den indonesischen Markt auf die Möglichkeit einer Herabstufung hin.

Bei der Klassifizierung von Ländern in entwickelte Märkte, Schwellenmärkte und Grenzmärkte stützt sich die Institution auf Kriterien wie den Schutz von Minderheitsaktionärsrechten, Regulierungen, die den Kapitalverkehr beeinflussen, Liquiditätsbedingungen am Markt sowie den Zugang von Investoren zu Wertpapiertransaktionen.