Kritisches Warten an den Märkten: Öl steigt, Gold gibt nach
Geopolitische Spannungen und steigende Energiekosten haben dazu geführt, dass Gold und andere Edelmetalle auf dem internationalen Markt an Wert verloren haben.
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Die Konflikte im Nahen Osten sorgen für Schwankungen am Ölmarkt und haben die globalen Goldpreise nach unten gezogen. Gold, das den Mittwoch mit einem negativen Trend begann, rückte aufgrund von Inflationssorgen und den Erwartungen an eine anhaltende Hochzinspolitik der Zentralbanken in den Fokus der Anleger.
Der Spot-Goldpreis fiel auf 4.476,50 Dollar pro Unze, während die US-Gold-Futures für August auf 4.504,40 Dollar sanken. Damit verzeichnete Gold im Vergleich zum Vortag einen Rückgang von 0,2 bzw. 0,3 Prozent.
Nach Angaben der USA wurden die Raketenangriffe des Iran auf einige Länder in der Region entweder abgewehrt oder haben ihr Ziel nicht erreicht. Trotz dieser Entwicklungen gibt es bei den diplomatischen Kontakten zwischen Washington und Teheran bisher keine nennenswerten Fortschritte.
US-Außenminister Marco Rubio betonte, dass "Trumps Verhandlungsteam dem Iran kein Angebot zur Lockerung der Sanktionen im Austausch für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterbreitet hat" und dass eine mögliche Lockerung der Sanktionen von der Beendigung des iranischen Atomprogramms abhänge.
Am Ölmarkt verstärkten die Preisanstiege, die am Morgen die Marke von 1 Prozent überschritten, die Sorgen hinsichtlich der globalen Inflation und der Zinserwartungen. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, warnte, dass die US-Notenbank bei anhaltendem Inflationsdruck in naher Zukunft zu Zinserhöhungen neigen könnte.
Die Augen der Anleger richten sich nun auf aktuelle Wirtschaftsdaten. Insbesondere die ADP-Daten zur Beschäftigung im Privatsektor, die im Laufe des Tages erwartet werden, sowie der am Freitag erscheinende Bericht zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft dürften Signale für die künftige Geldpolitik der Fed enthalten.
Die Schweizer Goldexporte verzeichneten im April einen Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Rückgang der Lieferungen nach Großbritannien und China konnte nicht durch die gestiegenen Exporte nach Indien und Hongkong ausgeglichen werden.
Indien, der weltweit größte Silberverbraucher, hat neue Beschränkungen für Silberimporte eingeführt. Für den Import von Granulat und Pulver ist nun eine vorherige Genehmigung erforderlich. Mit diesem Schritt soll der Druck auf den Wechselkurs des Landes verringert und die Importe strenger kontrolliert werden.
Auf dem Markt für andere Edelmetalle fiel der Silberpreis um 0,5 Prozent auf 74,73 Dollar pro Unze, während Platin um 0,2 Prozent auf 1.932,25 Dollar und Palladium um 0,3 Prozent auf 1.365,25 Dollar nachgaben.