Mahfi Eğilmez zur „Greedflation“: „Bei einer so hohen Inflation unvermeidlich“

Der bekannte Ökonom Mahfi Eğilmez hatte bereits erklärt, dass die Türkei in eine Phase von „Skimpflation“ und „Shrinkflation“ eingetreten sei. Nun erläuterte Eğilmez, dass aufgrund der hohen Inflation ein weiterer Begriff in unser Leben getreten sei: „Es gibt auch die Greedflation“.

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Der bekannte Ökonom Mahfi Eğilmez erklärte, nachdem er bereits darauf hingewiesen hatte, dass die Türkei mit der hohen Inflation in eine Phase der Skimpflation (Senkung der Produktqualität) und Shrinkflation (Verringerung der Produktmenge) eingetreten sei, dass nun ein weiterer Begriff in unser Leben getreten ist.

Eğilmez beschrieb das neue Konzept, das er in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto mit den Worten „Es gibt auch die Greedflation“ teilte, als die Praxis, die Verkaufspreise von Waren und Dienstleistungen in Ländern mit hoher Inflation über die Inflationsrate hinaus zu erhöhen.

Eğilmez wies darauf hin, dass „Greed“ im Englischen Gier bedeutet, und führte weiter aus:

In Ländern wie der Türkei, die von Importen abhängig sind und unter dem Einfluss der Dollarisierung stehen, treten bei einer falsch festgelegten Zinspolitik alle Arten der Inflation gleichzeitig auf. Ab diesem Stadium ist es nicht mehr möglich, die Inflation allein durch eine korrekte Zinsfestsetzung dauerhaft zu senken. Aufgrund von Basiseffekten kann es zu vorübergehenden Rückgängen kommen.

Es gibt auch die Greedflation. Greed bedeutet im Englischen Gier. Dies beschreibt die Handlung, die Verkaufspreise von Waren und Dienstleistungen unter Ausnutzung des durch die hohe Inflation geschaffenen Umfelds über die Inflationsrate hinaus zu erhöhen.

Dies ist überall auf der Welt zu beobachten. Allerdings tritt es dort, wo die Inflation nicht sehr hoch ist, kaum in Erscheinung.

Die Ursache der Greedflation ist die Höhe der Inflation. Bei einer so hohen Inflation ist Greedflation unvermeidlich. Wenn man den Zinssatz auf einem Drittel der tatsächlichen Inflation hält, werden diese Dinge unvermeidlich. Daher liegt die Ursache für diese Situation eher in der verfolgten falschen Geld- und Fiskalpolitik als bei den Unternehmen. Folglich hat die Zentralbank kein Recht, die Schuld bei anderen zu suchen.