Marko Kolanovic: Zentralbanken werden keine Zinssenkungen vornehmen

Der Stratege von JP Morgan Chase, Marko Kolanovic, warnte seine Kunden in einer Investorennotiz davor, dass Aktien und andere Risikoanlagen ohne signifikante Zinssenkungen durch die Zentralbanken keine potenziellen Kursrallyes aufrechterhalten könnten.

12punto

Der Stratege argumentierte zudem, dass die Zentralbanken keine Zinssenkungen vornehmen werden, solange die Märkte nicht massiv einbrechen oder die Wirtschaft zum Stillstand kommt. Er riet Anlegern, statt auf Aktien eher auf Bargeld oder Anleihen zu setzen.

Kolanovic erklärte: "Dies bedeutet, dass wir im Laufe des Jahres 2024 mit einem gewissen Rückgang und Volatilität an den Märkten rechnen müssen, bevor es zu einer Lockerung der Geldpolitik und einer nachhaltigeren Rallye kommen kann."

Kolanovic, der während der diesjährigen Aktienrallye eine pessimistische Haltung beibehalten hat, bekräftigte seine defensive Position mit dem Hinweis, dass Anleiherenditen eine "hohe Hürde" für die Performance anderer Vermögenswerte und Strategien darstellten. Er schätzte, dass die Renditen von Staatsanleihen zwar generell gesunken seien, Aktien jedoch selbst im optimistischsten Wirtschaftsszenario nur um 5 % besser abschneiden würden als Anleihen oder Bargeld.

Der Stratege betonte, dass Aktien in einem Umfeld nachlassenden Wachstums oder einer Rezession hingegen um etwa 20 % schlechter abschneiden könnten als Bargeld.