Mehmet Şimşek äußert sich zu Steuerprüfungen und hohen Einkommen

Die Steuerprüfungsbehörde hat im Rahmen ihrer diesjährigen Arbeit die Prüfungsquote bei großen Steuerzahlern auf 31,3 Prozent erhöht. Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte in seiner Bewertung: „Im Rahmen unserer Bemühungen zur Stärkung der Steuergerechtigkeit richten wir unsere Prüfungskapazitäten auf Steuerzahler im Groß- und Hocheinkommenssegment aus.“

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Nach Informationen des Finanzministeriums konzentrieren sich die von der Steuerprüfungsbehörde (VDK) durchgeführten Steuerprüfungen weiterhin auf Personen in der Hocheinkommensgruppe. Durch den Einsatz verschiedener Prüfungsmethoden wie Steuerprüfungen, Aufforderungen zur Erläuterung und Überwachungsmaßnahmen wird sichergestellt, dass diese Gruppen ihren steuerlichen Verpflichtungen korrekt nachkommen.

31,3 Prozent der Großsteuerzahler wurden einer Steuerprüfung unterzogen

Durch die von der Behörde durchgeführten Arbeiten wurden in diesem Jahr 31,3 Prozent der Großsteuerzahler einer Steuerprüfung unterzogen. Dies bedeutet, dass fast jeder dritte Großsteuerzahler derzeit geprüft wird. In den vergangenen Jahren lag diese Quote für Großsteuerzahler bei etwa 11 Prozent.

Diese Quote lag in diesem Jahr bei mittelgroßen Steuerzahlern bei 7,3 Prozent und bei kleinen Steuerzahlern bei 1,1 Prozent. Bei der Prüfung mittelgroßer Steuerzahler werden Methoden wie die Aufforderung zur Erläuterung bevorzugt, während bei kleinen Steuerzahlern eher präventive Überwachungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.

Steuerbemessungsgrundlage um 48,7 Milliarden Lira gestiegen

Darüber hinaus wurde in diesem Jahr das 2. Überwachungs- und Compliance-Programm für Hocheinkommensgruppen gestartet, um sicherzustellen, dass Steuerzahler der Hocheinkommensgruppe ihre Erklärungen zu den Einkünften des Jahres 2025 korrekt abgeben. Im Rahmen dieses Programms erreichte die von den Steuerzahlern erhöhte Bemessungsgrundlage 48,7 Milliarden Lira. Durch das Programm stieg die Zahl der Steuerzahler, die als zur Hocheinkommensgruppe gehörig eingestuft und unter Überwachung gestellt wurden, auf 16.307. Im Rahmen der Arbeit wurden diese Steuerzahler in zwei separate Gruppen unterteilt.

Es wurde festgestellt, dass die Personen in der ersten Gruppe Anteile an den 42.000 größten Unternehmen der Türkei halten und ihre Einkommensteuerbeträge nicht mit den durch Risikoanalysen ermittelten Gewinnen übereinstimmen.

In der zweiten Gruppe befinden sich Personen, die zwar keine Unternehmensbeteiligungen halten, deren zur Schau gestellter luxuriöser Lebensstil jedoch nicht mit den gezahlten Steuern korrespondiert.

7.000 Steuerzahler hatten in der Vergangenheit keine Erklärungen abgegeben

Es wurde zudem festgestellt, dass etwa 7.000 der unter Überwachung gestellten Steuerzahler in der Vergangenheit überhaupt keine Steuererklärungen abgegeben hatten. Ein Großteil dieser Personen reichte infolge der Überwachungsmaßnahmen erstmals eine Steuererklärung ein und deklarierte ihre Einkünfte.

In diesem Zusammenhang stieg der Anstieg bei den Einkommensteuererklärungen auf 6,7 Milliarden Lira, der Anstieg bei der Steuerabzugsbasis der Unternehmen, an denen diese Personen beteiligt sind, auf 4,2 Milliarden Lira und der Anstieg bei der Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage der Unternehmen, an denen sie beteiligt sind, auf 33,9 Milliarden Lira.