Mehmet Şimşek spricht in Deutschland über die Prioritäten der Türkei
Der Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, betonte beim 8. Türkisch-Deutschen Wirtschaftstag, dass die größte Priorität der Türkei die Senkung der Inflation auf einstellige Werte sei, und verwies dabei auf das Jahr 2026.
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Der Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, äußerte sich in Düsseldorf beim "8. Türkisch-Deutschen Wirtschaftstag" zur türkischen Wirtschaft sowie zu den türkisch-deutschen Beziehungen.
"WIR SIND AUF DEM RICHTIGEN WEG"
Şimşek kommentierte die Heraufstufung der Kreditwürdigkeit der Türkei durch die internationale Ratingagentur Standard & Poor's mit den Worten "Wir sind auf dem richtigen Weg" und verwies auf das Jahr 2026 für eine einstellige Inflationsrate.
"Die Inflationserwartungen für die nächsten 12 Monate sind auf 35 Prozent gesunken und die Kreditwürdigkeit der Türkei hat begonnen zu steigen. Vor einiger Zeit hatte Fitch unsere Kreditwürdigkeit heraufgestuft. Auch Standard & Poor's hat unsere Kreditwürdigkeit erhöht. Wir sind also auf dem richtigen Weg. All das zeigt dies." sagte Minister Şimşek und betonte die Bedeutung der Preisstabilität.
"UNSERE PRIORITÄT IST PREISSTABILITÄT"
Şimşek erklärte: "Unsere größte Priorität ist natürlich die Preisstabilität. Das bedeutet, die Inflation auf einstellige Werte zu senken. Die Inflation ist leider ziemlich hoch. Im Mai werden wir mit einer Inflation von über 70 Prozent den Höhepunkt erreichen. Aber danach wird die Inflation mit dem von uns implementierten Programm schnell sinken, und wir werden im Jahr 2026 wieder eine einstellige Inflation erreichen. Es ist ein langer Weg, aber wir werden es schaffen, weil wir ein gutes Programm haben."
Şimşek erklärte, dass es Programme zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits in der Türkei gebe, und ging auch auf die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU ein:
"Wir sind der Meinung, dass eine Aktualisierung der Zollunion, die auch öffentliche Beschaffungen und Dienstleistungen umfasst, sowohl im Interesse der Türkei als auch der Europäischen Union liegt. Wir müssen bei einem Thema, das ganz klar und deutlich im Interesse beider Seiten liegt, Fortschritte erzielen. Ich hoffe, dass dieser Prozess nach den Wahlen zum Europäischen Parlament an Fahrt gewinnt."