MHP signalisiert grundlegende Änderungen am Rentensystem

Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Mustafa Kalaycı erklärte, dass das Rentensystem hinsichtlich der Anzahl der Beitragszahltage, der Rentenberechnungen und der Methoden zur Rentenanpassung reformiert werden müsse. In seiner Bewertung der Haushaltsdaten deutete Kalaycı an, dass neue Regelungen für Rentner und Arbeitnehmer möglich seien.

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Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Mustafa Kalaycı erklärte, dass das Rentensystem strukturelle Probleme aufweise, die aus der Anzahl der Beitragszahltage und den Rentenberechnungen resultierten, und kündigte an, dass in diesen Bereichen Anpassungen vorgenommen werden müssten.

Kalaycı äußerte sich zudem zur Veränderung des Primärsaldos und betonte, dass neue Regelungen für Rentner und Arbeitnehmer möglich seien.

BEWERTUNG ZU BEITRAGSZEITEN UND RENTENBERECHNUNGEN

In seiner Stellungnahme zum Rentensystem äußerte sich Kalaycı wie folgt:

"Das Gleichgewicht zwischen Beiträgen und Renten ist gestört. Wer 30 bis 40 Jahre lang Beiträge gezahlt hat, erhält mittlerweile fast die gleiche Rente wie jemand, der nur 10 Jahre lang eingezahlt hat. Hier ist eine grundlegende Reform erforderlich. Die Ungleichheiten bei den Rentenbezügen müssen beseitigt werden, um das Gleichgewicht zwischen Beiträgen und Renten wiederherzustellen. Selbst bei der Rentenanpassung gibt es Unterschiede. Die Renten von SSK- und BAĞ-KUR-Versicherten werden nach anderen Kriterien erhöht als die Renten von Beamten. Diese sollten einem einheitlichen Kriterium unterliegen. Zudem gibt es Unterschiede bei den erforderlichen Beitragszahltagen: Während für SSK-Versicherte 7.200 Tage gelten, müssen BAĞ-KUR-Versicherte 9.000 Tage nachweisen. Auch hier besteht Regulierungsbedarf."

ERKLÄRUNG ZU DEN HAUSHALTSDATEN

Kalaycı wies darauf hin, dass die Erdbeben vom 6. Februar den Haushalt erheblich belastet hätten, erklärte jedoch, dass die Investitionsausgaben in der Erdbebenregion weitgehend abgeschlossen seien. Mit Blick auf die Daten zum Kassenbestand des Finanzministeriums für das erste Halbjahr äußerte sich Kalaycı wie folgt:

"Die Investitionsausgaben in der Erdbebenregion sind so gut wie abgeschlossen. Ich habe mir den Kassenbestand des Finanzministeriums für das erste Halbjahr angesehen: Während er im Vorjahreszeitraum bei 1 Billion 293 Milliarden Lira lag, ist er in diesem Jahr auf 1 Billion 57 Milliarden Lira gesunken. Betrachtet man den Primärsaldo, so standen wir im letzten Jahr einem Primärdefizit von 270 Milliarden Lira gegenüber, während wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Primärüberschuss von 368 Milliarden Lira verzeichnen. Das ist eine positive Entwicklung. Das bedeutet, dass wir Spielraum gewinnen, um die Haushaltslage zu entspannen und somit Möglichkeiten schaffen können, Regelungen zu treffen, die den Erwartungen unserer Rentner und Arbeitnehmer gerecht werden."