Minister Şimşek sorgt mit Steueraussagen für Aufsehen: Er nannte die 'Steuerlast irreführend', doch die Realität sieht ganz anders aus!

Der Haushalt des Ministeriums für Schatz und Finanzen für das Jahr 2025 wird derzeit im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) beraten. Bei seinen Ausführungen vor dem Haushaltsausschuss behauptete Minister Şimşek, dass die Steuerlast in der Türkei nicht so hoch sei, wie allgemein angenommen wird.

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Im Planungs- und Haushaltsausschuss der TBMM erläuterte Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek die wirtschaftlichen Prioritäten der Regierung. 

Während Şimşek erklärte, dass die hohe Inflation das gravierendste Problem der Türkei sei, behauptete er gleichzeitig, dass die Wahrnehmung bezüglich der Steuerlast nicht der Realität entspreche. 

WAHRNEHMUNG DER STEUERLAST IST IRREFÜHREND

In seiner Präsentation ging Şimşek auf die Steuerpolitik ein und sagte: „Die Wahrnehmung, dass die Steuerlast hoch sei, ist nicht korrekt. Unser Ziel bei der Einnahmenpolitik ist es, die Steuergerechtigkeit zu stärken und den Anteil der direkten Steuern zu erhöhen.“ Zudem wies er darauf hin, dass an der Bekämpfung der Schattenwirtschaft sowie an Reformen im öffentlichen Beschaffungswesen gearbeitet werde.

INFLATION GEHT WEITER ZURÜCK 

Şimşek erklärte, dass die jährliche Inflationsrate nach ihrem Höchststand im Mai ab Juni zu sinken begann und in den letzten 5 Monaten um 26,9 Punkte auf 48,6 Prozent zurückgegangen sei. Er betonte, dass die Inflation im Dienstleistungssektor weiterhin hoch sei, und versicherte, dass die notwendigen Schritte für Preisstabilität unternommen würden.

Er merkte an, dass die Wachstumsprognosen in die richtige Richtung gingen, und gab an, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2024 eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität erwartet werde. Zudem kündigte er an, dass das Ziel darin bestehe, das Verhältnis des Leistungsbilanzdefizits zum Bruttoinlandsprodukt auf unter 2 Prozent zu senken.

BETONUNG AUF STRUKTURREFORMEN 

Şimşek kündigte an, dass Strukturreformen, die das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit steigern sollen, beschleunigt würden, und fasste die Haushaltsziele mit der Botschaft zusammen: „Alles Notwendige wird getan, um Preisstabilität zu gewährleisten.“ 

DIE REALITÄT SIEHT GANZ ANDERS AUS ALS VON MINISTER ŞİMŞEK DARGESTELLT: WIR ZAHLEN 260 TAUSEND TL PRO SEKUNDE 

Die Aussage von Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek, dass „die Wahrnehmung einer hohen Steuerlast nicht korrekt sei“ und das Ziel darin bestehe, „die Steuergerechtigkeit zu stärken und den Anteil der direkten Steuern zu erhöhen“, wurde als nicht der Realität entsprechend kritisiert. 

Die von den Bürgern gezahlten Steuern steigen von Tag zu Tag weiter an. Nach den vom Steuerexperten Ozan Bingöl geteilten Daten nimmt die Steuerlast für die Bürger stetig zu. 

Demnach stellt sich die in den ersten 10 Monaten des Jahres 2024 gezahlte Steuerlast wie folgt dar:

Pro Sekunde: 260.943 TL

Pro Minute: 15.656.583 TL

Pro Stunde: 939.395.010 TL

Pro Tag: 22.545.480.230 TL

Pro Monat: 685.382.598.981 TL

In zehn Monaten: 6.853.825.989.805 TL