Morgan Stanley: Karahan-Ernennung deutet nicht auf Änderung der Geldpolitik hin
Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Ernennung von Fatih Karahan zum Gouverneur der Zentralbank bewertet.
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Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Ernennung von Fatih Karahan zum Gouverneur der Türkischen Zentralbank (TCMB) bewertet. In der Einschätzung der Bank heißt es: "Im Gegensatz zu früheren Wechseln an der Spitze deutet dies nicht auf eine Änderung der politischen Ausrichtung oder auf eine politische Präferenz für niedrigere Zinssätze hin."
Morgan Stanley nahm Bezug auf den kürzlichen Rücktritt von Hafize Gaye Erkan aus persönlichen Gründen und die Ernennung von Fatih Karahan zum neuen TCMB-Gouverneur durch Präsident Erdoğan. Die Bank erklärte: "Wir erwarten, dass die TCMB unter der Führung von Gouverneur Karahan den konventionellen geldpolitischen Rahmen beibehält, der den Kampf gegen die Inflation priorisiert."
Morgan Stanley erinnerte daran, dass Fatih Karahan im Juli zum stellvertretenden Gouverneur und Mitglied des Geldpolitischen Ausschusses (PPK) der TCMB ernannt wurde, und betonte, dass er nach seiner Ernennung eine wichtige Rolle bei den Straffungsmaßnahmen der TCMB im August gespielt habe.
Die Bank führte in ihrer Bewertung weiter aus:
"Unsere Ansicht ist, dass dies im Gegensatz zu den früheren Gouverneurswechseln in den Jahren 2019 und 2021 nicht auf eine Änderung der politischen Ausrichtung oder auf eine politische Präferenz für niedrigere Zinssätze hindeutet. Wir erwarten, dass die TCMB ihren konventionellen geldpolitischen Rahmen, der die Disinflation priorisiert, fortsetzt. Wir werden die Gelegenheit haben, die politischen Botschaften der TCMB bei der Pressekonferenz zum Inflationsbericht am kommenden Donnerstag (8. Februar) zu hören."