Nach den Rentnern warten nun auch Dozenten: Wird das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ umgesetzt?
Im Jahr 2020 hatte der Hochschulrat (YÖK) eine Regelung zur „Angleichung der Gehälter von Lehrkräften an staatlichen und privaten Universitäten“ eingeführt. Dennoch bleibt die Höhe der Gehaltserhöhungen für Dozenten an privaten Universitäten weiterhin ungewiss.
Burak Demirbaş
Burak DEMİRBAŞ-12punto.com.tr
Mit der Bekanntgabe der Inflationsrate für Juni wurden auch die Beamtengehälter festgelegt.
Rentner, die aufgrund ihres Basisgehalts lediglich 10.000 Lira erhielten, gingen bei der Erhöhung leer aus.
Während die Rentner auf Nachrichten zu einer pauschalen Gehaltserhöhung warten, kommen nun ähnliche Forderungen von Dozenten privater Universitäten.
Die Dozenten an privaten Universitäten, die „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ fordern, warten auf die Festlegung ihrer Gehaltserhöhungsraten für Juli.
YÖK HATTE ANGEGLICHEN
Mit der am 17. April 2020 verabschiedeten Änderung des Hochschulgesetzes Nr. 2547 wurden die Gehälter der an staatlichen und privaten Universitäten tätigen Lehrkräfte angeglichen.
Dennoch wird diese Entscheidung an vielen Universitäten entweder gar nicht umgesetzt oder durch eine Angleichung auf Basis des Bruttogehalts so gehandhabt, dass die an die Lehrkräfte ausgezahlten Nettogehälter niedrig gehalten werden.
UNGEWISSHEIT DAUERT AN
Gegenüber 12punto bestätigten Dozenten privater Universitäten, dass die Ungewissheit andauere; die Erhöhungssätze seien noch nicht festgelegt und man habe sie nicht informiert.
Zudem berichteten Universitätsmitarbeiter, dass sie trotz der Zwischenerhöhung beim Mindestlohn keine Informationen zu ihren Juli-Gehältern erhalten hätten und ihre Hoffnung auf eine Gehaltserhöhung schwindet.
Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, der im Januar 2024 ein Gehalt von 47.386 Lira bezog, müsste im Juli ein Gehalt von 56.536 Lira erhalten. Sollte die Erhöhung ausbleiben, droht den Beschäftigten ein Reallohnverlust von 19,3 Prozent.