Neue Ära bei Schuldscheinen: Handschriftliche Dokumente gehören der Vergangenheit an
Zum Jahresende werden im Schreibwarenhandel erhältliche und handschriftlich ausgefüllte Schuldscheine der Vergangenheit angehören. Mit dem neuen System werden wasserzeichengeschützte und registrierte Schuldscheine über e-Devlet abrufbar sein, um Betrug und Fälschungen zu verhindern.
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Mit einer neuen Regelung, die bis Ende des Jahres in Kraft treten soll, werden Schuldscheine, die in Schreibwarengeschäften erworben und handschriftlich ausgefüllt werden, ungültig. An ihre Stelle treten neue, mit Wasserzeichen versehene und offiziell registrierte Schuldscheine. Laut einem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi zielt dieser Schritt darauf ab, Betrugsfälle durch gefälschte Schuldscheine zu verhindern.
GESETZESENTWURF WIRD DEM TÜRKISCHEN PARLAMENT VORGELEGT
Der vom Justizministerium ausgearbeitete Gesetzesentwurf wurde im Einklang mit dem im Strategiedokument zur Justizreform festgelegten Ziel der „registrierten Herstellung von Wechseldokumenten“ fertiggestellt. Der Entwurf wird nach der Prüfung durch das Präsidialamt dem türkischen Parlament (TBMM) vorgelegt.
SICHERES SCHULDSCHEIN-SYSTEM
Mit dem neuen System werden die Herstellung und der Vertrieb der Schuldscheine durch die Zentralbank oder eine dazu ermächtigte Institution erfolgen. Die mit Wasserzeichen gedruckten Schuldscheine werden über autorisierte Kanäle verteilt und sind über e-Devlet einsehbar. Die Juristin Tülay Bekar erklärte, dass diese Regelung sowohl Gläubiger als auch Schuldner schützen werde und sagte: „Schuldscheine, die in einem sicheren System hergestellt werden, werden Fälle von Fälschung und Betrug reduzieren und die Benachteiligung von Bürgern verhindern.“
Bekar wies zudem darauf hin, dass die Einreichung gefälschter Wechsel bei Gericht die Arbeitsbelastung der Justiz erhöhe, und fügte hinzu: „Mit einem kontrollierten Wechselsystem werden solche Klagen abnehmen und die Gerichte entlastet.“