Neue Initiative für die Vertretung von Frauen in Vorständen: Wichtiger Schritt des 30% Club Türkiye
Um das Geschlechtergleichgewicht im Geschäftsleben zu verbessern, hat der 30% Club Türkiye eine Zusammenarbeit mit marktführenden Investmentinstituten initiiert, um die Vertretung von Frauen in Vorständen zu erhöhen. Die Unterzeichnungszeremonie fand an der Borsa İstanbul statt.
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Der 30% Club Türkiye, der darauf abzielt, das Geschlechtergleichgewicht im Geschäftsleben zu verbessern, hat eine Zusammenarbeit mit marktführenden Investmentinstituten initiiert, um die Vertretung von Frauen in Vorständen zu stärken. In diesem Rahmen fand an der Borsa İstanbul eine Unterzeichnungszeremonie für die Erklärung mit dem Titel "Wir legen Wert auf die Erhöhung der Vertretung von Frauen in den Vorständen und Führungspositionen von Unternehmen" statt, die unter Beteiligung des 30% Club Türkiye und Vertretern von sieben Unternehmen vorbereitet wurde.
Die Erklärung wurde von den Führungskräften von Ak Yatırım, Garanti BBVA Yatırım, İş Yatırım, QNB Finans Yatırım, Türkiye Kalkınma ve Yatırım Bankası, ÜNLÜ Menkul Değerler und Yapı Kredi Yatırım unterzeichnet.
Der Vorstandsvorsitzende der Türkischen Kapitalmarktvereinigung (TSPB), Pamir Karagöz, äußerte bei der Zeremonie seine Freude darüber, eine Rolle bei der Umsetzung dieser Initiative zu spielen, und sagte: "Wir haben uns um die Vision einer gleichberechtigteren Unternehmenswelt versammelt, in der die Fähigkeiten und die Führung von Frauen aktiv gefördert werden." Karagöz betonte, dass börsennotierte Unternehmen in der Türkei nur langsam Fortschritte bei der Erreichung der von der Kapitalmarktbehörde (SPK) empfohlenen Quote von mindestens 25 Prozent weiblichen Vorstandsmitgliedern machen.
EIN HALBER PROZENTPUNKT ANSTIEG IN EINEM JAHR
Karagöz wies darauf hin, dass die Frauenquote, die 2022 bei 17,5 Prozent lag, im Jahr 2023 nur um einen halben Prozentpunkt auf 18 Prozent gestiegen sei, und erklärte, dass man hinter den in den EU-Richtlinien festgelegten Zielen zurückbleibe. Er fügte hinzu, dass die Beiträge der Investmentinstitute zu Beratungsdiensten und zur Bewusstseinsbildung wichtig seien.
Melsa Ararat, Vorstandsvorsitzende des 30% Club Türkiye, betonte, dass der durchschnittliche Anteil von Frauen in Vorständen auf entwickelten Märkten 30 Prozent übersteige. Ararat erklärte, dass die EU-Länder bis Ende dieses Jahres Geschlechterquoten in ihre nationalen Gesetze integrieren würden und dass der langsame Fortschritt in der Türkei seit 2019 die Geschäftswelt und die Regulierungsbehörden zusammengebracht habe.
Unter Bezugnahme auf das von der EBRD unterstützte Projekt erklärte Ararat, dass der Bericht darauf hinweise, dass der Finanzsektor in der Türkei bisher kein Akteur bei der Vertretung von Frauen gewesen sei. "Heute sind die führenden Unternehmen der Kapitalmärkte entschlossen, diesen Wandel auch in der Türkei einzuleiten", sagte sie.
Ebru Dildar Edin, Co-Vorsitzende des 30% Club Türkiye, betonte, dass die Erklärung das Potenzial habe, einen bedeutenden Wandel im Finanzsektor herbeizuführen. "Damit Frauen die angestrebte 50-prozentige Gleichstellung im Geschäftsleben erreichen können, muss jeder Akteur im Finanzsektor wichtige Aufgaben übernehmen", fügte sie hinzu.
Nach der Unterzeichnungszeremonie fand unter Beteiligung der Führungskräfte des 30% Club Türkiye und der unterzeichnenden Unternehmen eine Gong-Zeremonie statt. Diese Initiative wird als ein wichtiger Schritt für die Geschlechtergleichstellung in der Türkei gewertet.