Neue Prognose für Gold

Die Aufmerksamkeit in der Investmentwelt richtet sich auf Gold: Aufgrund wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen wird erwartet, dass der Goldpreis pro Unze bis Mitte 2027 die Marke von 6.000 Dollar erreichen wird.

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In den Bewertungen der Zukunftsmärkte für Gold wird davon ausgegangen, dass die aktuellen globalen Risiken die Preise erheblich in die Höhe treiben werden. Experten, darunter die Analysten Soni Kumari und Daniel Hynes, wiesen darauf hin, dass die kommenden 12 Monate drei Hauptszenarien für Gold bereithalten.

Im ersten Szenario wird prognostiziert, dass die Inflation aufgrund steigender Ölpreise zunehmen wird und die US-Notenbank (Fed) zumindest bis September keine Zinssenkungen vornehmen wird. Diese Entwicklung dürfte den Goldpreis kurzfristig unter Druck setzen.

Einem weiteren Szenario zufolge wird eine Verschärfung der Energiekrise das Wirtschaftswachstum verlangsamen, die Industrieproduktion verringern und zu einer Stagnation der Verbraucherausgaben führen. Als letzte Option wird angeführt, dass die Wachstumsverlangsamung die Zentralbanken zu einer lockereren Geldpolitik bewegen wird. In diesem Fall wird erwartet, dass der Goldpreis erneut Unterstützung findet.

Während kurzfristig ein Niveau von etwa 4.500 Dollar pro Unze als wichtiger Unterstützungspunkt für Gold geschätzt wird, wurde bewertet, dass mögliche Kursrückgänge den Anlegern neue Möglichkeiten zur Positionsaufnahme bieten.

Dennoch wurde in der jüngsten Prognose des Instituts der für das Jahresende erwartete Goldpreis von 5.800 Dollar auf 5.600 Dollar gesenkt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Marke von 6.000 Dollar pro Unze Mitte 2027 überschritten werden dürfte; in früheren Einschätzungen war man davon ausgegangen, dass dieses Ziel bereits Anfang 2027 erreicht würde.

Im Bericht heißt es: "Allgemeiner betrachtet werden sich verschlechternde Finanzlagen, die anhaltende Diversifizierung des US-Dollars und geopolitische Unsicherheiten die Rolle von Gold als Absicherung weiter stärken. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten werden die Zentralbanken zudem ihre Goldreserven strategisch weiter aufstocken."