Neue Prognose von Morgan Stanley

Morgan Stanley hat seinen Ausblick für den Dollar von bullisch auf neutral gesenkt und begründet dies mit dem Rückgang der US-Anleiherenditen.

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Morgan Stanley hat seine Einschätzung für den Dollar gesenkt, nachdem die US-Notenbank (Fed) eine taubenhafte Haltung eingenommen hat, was zu einem Rückgang der Renditen für US-Staatsanleihen führte. Die Bank änderte ihren Ausblick für den Dollar von bullisch auf neutral, wies jedoch darauf hin, dass aufgrund von Saisonalität und der Eindeckung von Short-Positionen weiterhin Aufwärtsbewegungen möglich seien.

Morgan Stanley hatte seit Mitte November auf einen stärkeren Dollar gesetzt und zuvor prognostiziert, dass der Dollar-Spot-Index im zweiten Quartal von den aktuellen Niveaus aus um etwa 8 Prozent steigen würde.

US-ZINSEN STARK GEFALLEN

Die Strategen von Morgan Stanley, darunter David Adams, schrieben in einer heute veröffentlichten Forschungsnotiz: „Unser Vertrauen in die Stärke des Dollars hat deutlich abgenommen. Die Abschwächung der US-Daten hat die Wachstumsunterschiede verringert, die US-Zinsen sind im Vergleich zu ihren Pendants stärker gefallen, und die Anleger scheinen angesichts der Aktienrenditen ihre defensive Haltung aufzugeben.“

Morgan Stanley schloss zudem seine Short-Empfehlung für den Euro-Dollar-Handel und empfahl Anlegern stattdessen, eine Short-Position auf den Euro-Yen einzugehen. Die Bank prognostiziert, dass der Yen mit sinkenden US-Zinsen an Wert gewinnen wird und der Euro fallen dürfte, während sich die Wirtschaft der Eurozone weiter abschwächt. Adams fügte hinzu: „Dass der Ausblick für den Dollar unklarer ist, ändert nichts an den Fundamentaldaten der anderen G3-Währungen.“