Neujahrs-Preiserhöhung bei Geflügel: Hähnchenpreise könnten um 25 Prozent steigen

In der ersten Woche des Jahres 2026 wird ein deutlicher Preisanstieg bei Hähnchen und anderen Geflügelprodukten erwartet. Die Erzeuger bereiten sich darauf vor, die Regalpreise aufgrund gestiegener Kosten anzupassen.

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Als Grund für die steigenden Preise im Geflügelsektor werden die wachsenden Kosten und die zunehmend unzureichenden aktuellen Verkaufspreise genannt. Hähnchenfleisch, das zu Jahresbeginn ab Werk 67 TL kostete, wird in den Supermärkten zu Preisen ab 90 TL verkauft. Branchenquellen geben an, dass diese Preise die Kosten nicht mehr decken und die aktuellen Verkaufserlöse etwa 25 Prozent unter den Kosten liegen.

Sollte die erwartete Preiserhöhung eintreten, werden Verbraucher bei vielen Produkten, insbesondere bei Hähnchenschenkeln, Koteletts, Flügeln und ganzen Hähnchen, mit neuen Preisschildern konfrontiert. Den geschätzten Preisen zufolge wird der Kilopreis für Schenkel von 120 TL auf 150 TL, für Koteletts von 140 TL auf 175 TL und für Flügel von 260 TL auf 325 TL steigen. Zudem könnte der Preis für ein ganzes Hähnchen von 90 TL auf 113 TL klettern.

Naci Kaplan, Vorsitzender des Verbandes der Geflügelfleisch-Industriellen und Züchter (BESD-BİR), erklärte, dass der Sektor im Jahr 2025 um 12 Prozent gewachsen sei und die Gesamtproduktion auf 2 Millionen 800 Tausend Tonnen gesteigert habe. Kaplan betonte jedoch, dass insbesondere die seit Mai 2024 geltenden Exportquoten Druck auf den Sektor ausübten.

Ende 2025 sank der Export von Geflügelfleisch von 600 Tausend Tonnen auf 500 Tausend Tonnen. Experten zufolge führte dieser Rückgang der Exporte zu einem Überangebot auf dem Binnenmarkt, wodurch die Preise unter die Kosten fielen. Während dies die Erzeuger unter Druck setzt, wird es in der kommenden Zeit auch dazu führen, dass Verbraucher mit Preiserhöhungen konfrontiert werden.