Notfall-Sitzung der Zentralbank: Zinserhöhung beschlossen
Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat angesichts der jüngsten Entwicklungen eine außerordentliche Sitzung abgehalten. Dabei wurde beschlossen, den Zinssatz für Übernachtkredite auf 46 Prozent anzuheben.
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Laut der Entscheidung der Zentralbank wurde der einwöchige Repo-Zinssatz, der als Leitzins gilt, bei 42,5 Prozent belassen. Der Zinssatz für Übernachteinlagen der Zentralbank blieb unverändert bei 41 Prozent.
Die Zinsentscheidungen fielen nach den Schwankungen an den Finanzmärkten, die auf die Inhaftierung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, folgten. Die Zentralbank hatte bereits am frühen Morgen erklärt, dass sie bei Bedarf Dollar verkaufen werde.
Die Erhöhung des Zinssatzes für Übernachtkredite wird als ein Schritt bewertet, der die Kosten der Banken zur Deckung ihres Liquiditätsbedarfs beeinflussen könnte. Das Festhalten am Leitzins wurde hingegen als Fortsetzung der bestehenden geldpolitischen Strategie interpretiert.
Finanzminister Mehmet Şimşek teilte gestern über seinen Social-Media-Account mit, dass das Wirtschaftsprogramm fortgesetzt werde. Trotz der Nachricht von Şimşek kritisierte die Ökonomin İris Cibre die Inhaftierung von İmamoğlu und behauptete, das neue Programm sei 'gescheitert'.