Ölpreise im Aufwind: Lagerbestände gesunken, Nachfrage gestiegen
Der Aufwärtstrend an den Ölmärkten wird weiterhin durch technische Daten und Marktsignale gestützt. Die Entspannung an den Fronten des Welthandels, Anzeichen für eine Verknappung des Angebots und starke Produktionsdaten treiben die Preisentwicklung nach oben.
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Auf dem internationalen Markt stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent um 0,35 Prozent auf 68,76 US-Dollar. Technisch betrachtet könnte das Überschreiten der Widerstandsmarke von 68,91 US-Dollar bei Brent-Öl einen neuen Aufwärtstrendkanal eröffnen, der auf 69,66 US-Dollar abzielt.
US-LAGERBESTÄNDE ÜBERTREFFEN ERWARTUNGEN
Eine der wesentlichen Stützen für den Anstieg waren die wöchentlichen Rohöl-Lagerbestandsdaten, die von der US-Energieinformationsbehörde (EIA) veröffentlicht wurden. Anstelle des erwarteten Rückgangs um 552.000 Barrel wurde ein Rückgang der Bestände um 3,9 Millionen Barrel gemeldet. Diese Entwicklung signalisiert eine Verknappung auf der Angebotsseite und deutet auf eine erhöhte Raffineriekapazität hin.
CHINESISCHE DATEN LINDERN NACHFRAGESORGEN
Dass die Rohölproduktion Chinas im Juni im Jahresvergleich um 8,5 Prozent gestiegen ist, war ein weiterer Faktor, der den globalen Nachfrageausblick stützte. Gleichzeitig wurden die Aufhebung des Exportverbots für KI-Chips nach China durch den US-Präsidenten Donald Trump sowie weitere handelspolitische Schritte an den Märkten positiv aufgenommen.
RISIKEN BESTEHEN WEITER: ANALYSTEN WARNEN
Dennoch haben die unerwarteten Anstiege bei den Benzin- und Dieselvorräten die Möglichkeit einer kurzfristigen Nachfrageabschwächung auf die Tagesordnung gebracht. Experten sind zudem der Ansicht, dass eine mögliche Korrektur der Ölpreise an Fahrt gewinnen könnte, falls die Marke von 67,33 US-Dollar unterschritten wird. In diesem Fall könnten die Niveaus um 63,99 US-Dollar erneut getestet werden.