Präsident Recep Tayyip Erdoğan beantwortet Fragen zu den türkisch-griechischen Beziehungen

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in einem Interview mit der griechischen Zeitung Kathimerini vor seinem geplanten Besuch in Athen am 7. Dezember Fragen zu den türkisch-griechischen Beziehungen beantwortet.

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Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte in einem Interview mit der griechischen Zeitung Kathimerini, dass im Mittelmeer Potenzial für eine Zusammenarbeit im Energiebereich bestehe.

Erdoğan wies darauf hin, dass die Frage, ob in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer Energiereserven vorhanden seien, keine Frage seiner persönlichen Meinung sei, sondern durch wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt werden könne, und merkte an, dass diesbezüglich vielversprechende Arbeiten durchgeführt würden.

Erdoğan betonte, dass das Mittelmeer und die Ägäis ein an natürlichen Ressourcen reiches Becken seien, und erklärte, dass die Gewährleistung und Aufrechterhaltung der Energiesicherheit im aktuellen internationalen Umfeld zu einem strategisch unverzichtbaren Thema geworden sei.

In diesem Sinne betonte Erdoğan, dass insbesondere im Mittelmeer Potenzial und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit bestünden, und merkte an, dass die Nutzung eines solchen Kooperationspotenzials sowohl zur Energiesicherheit der Länder in der Region als auch zur Lösung politischer Probleme beitragen könne.

Erdoğan erklärte, dass der Versuch, dieses Potenzial politisch zu missbrauchen, das Risiko mit sich bringe, dass diese Ressourcen nicht genutzt werden könnten, und äußerte sich wie folgt:

"Wir betrachten Energie als ein Element der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Gewinns zwischen allen Ländern und Gesellschaften und wollen Streitigkeiten durch Dialog lösen. Wir bevorzugen die Zusammenarbeit und sind dazu bereit. Aus diesem Grund hatte ich bereits zweimal vorgeschlagen, eine umfassende Konferenz für die Möglichkeiten im östlichen Mittelmeer zu organisieren. Leider blieb die EU, allen voran, dazu stumm. Schweigen löst die Probleme nicht. Ebenso hat die Türkische Republik Nordzypern bis zu einer umfassenden Lösung auf der Insel die gemeinsame Bewirtschaftung und Einkommensteilung der Reserven vorgeschlagen, und wir unterstützen diesen Vorschlag. Während andere Länder in der Region in diese Richtung voranschreiten, warum können die beiden Seiten auf der Insel nicht zusammenarbeiten? Es gibt auch in der Ägäis viele Themen, bei denen wir zusammenarbeiten können. Alles geschieht für den Frieden und den Wohlstand unserer Völker und unserer nachfolgenden Generationen."