Prognose zum Mindestlohn von einem SGK-Experten

Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun prognostiziert für Anfang 2026 eine Erhöhung des Mindestlohns um mindestens 20 Prozent. Erdursun betonte, dass der Staat die Arbeitgeber unterstützen müsse.

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Während das neue Jahr näher rückt, wird die Höhe der geplanten Mindestlohnerhöhung mit Spannung erwartet. Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun teilte seine Erwartungen für die Mindestlohnanpassung im Jahr 2026 mit. Erdursun erklärte, dass zum Jahreswechsel eine Erhöhung des Mindestlohns um mindestens 20 Prozent erfolgen werde, und betonte, dass diese Anpassung ohne eine zusätzliche finanzielle Belastung der Arbeitgeber umgesetzt werden müsse.

Erdursun wies darauf hin, dass die Renten die aktuellen Mietpreise nicht decken, und sagte: "Heute liegt die niedrigste Rente bei 16.881 Lira, während die niedrigste Miete bei etwa 20.000 Lira liegt. Diese Situation beeinträchtigt den Lebensstandard der Rentner erheblich." Zudem machte er auf die Steuerlast aufmerksam, mit der Arbeitgeber konfrontiert sind, wenn sie ihren Mitarbeitern zusätzliche Zahlungen leisten möchten.

Erdursun argumentierte, dass selbst eine Null-Inflation die Kaufkraft nicht steigern würde, und plädierte dafür, dass die Gehälter über der Inflationsrate angehoben werden müssten. Er schlug Maßnahmen wie pauschale Lohnerhöhungen, Steuersenkungen und eine Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge vor. Auf diese Weise könne den Arbeitnehmern eine echte Unterstützung geboten werden.

Erdursun, der für das Jahresende eine Inflationsrate von etwa 30 Prozent erwartet, prognostiziert für SSK- und Bağ-Kur-Rentner eine Erhöhung um 12 Prozent sowie für Beamte und Ruhestandsbeamte eine Erhöhung um 18 Prozent. Da das Inflationsziel für 2026 bei 16 Prozent liege, sei eine Erhöhung des Mindestlohns um etwa 20 Prozent wahrscheinlich, so Erdursun. Der derzeitige Mindestlohn von 22.104 Lira würde mit dieser Erhöhung auf 26.524 Lira steigen.