Was prognostiziert die OECD für die türkische Wirtschaft? 'Bis Ende 2024...'

Während für die Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr ein Wachstum von 3,2 Prozent prognostiziert wird, weist die OECD auf anhaltende geopolitische und handelsbezogene Spannungen sowie weitere bedeutende Risiken hin. Das Wirtschaftswachstum der Türkei wird für dieses Jahr auf 3,2 Prozent und für 2025 auf 3,1 Prozent geschätzt.

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum für dieses Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent angehoben. Sie geht davon aus, dass der Disinflationsprozess weltweit anhält, die Realeinkommen steigen und die Geldpolitik in vielen Ländern weniger restriktiv wird, was die Nachfrage stützen dürfte.

Die OECD veröffentlichte ihren Wirtschaftsausblick unter dem Titel 'Die Kurve kriegen' (Turning the Corner).

Demnach bleibt das globale Produktionswachstum widerstandsfähig und der Prozess des Inflationsrückgangs setzt sich fort. Während in vielen G20-Staaten, darunter den USA, Brasilien, Indien, Indonesien und dem Vereinigten Königreich, ein relativ starkes Wachstum zu verzeichnen ist, zeigen einige Volkswirtschaften, darunter Deutschland, ein schwächeres Wachstum.

Insbesondere im Dienstleistungssektor blieb die wirtschaftliche Aktivität stark. Obwohl der Anstieg der Reallöhne die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte stützt, hat die Kaufkraft in vielen Ländern das Niveau von vor der Pandemie noch nicht vollständig wieder erreicht.

Andererseits ist eine schnellere Erholung des Welthandels als erwartet zu beobachten, während die Transportkosten hoch bleiben und die Exportaufträge einen moderaten Verlauf nehmen.

KOSTEN- UND PREISDRUCK BLEIBT SPÜRBAR

Auf der Inflationsseite halten trotz sinkender Warenpreise in vielen Ländern die Kosten- und Preisdrucke im Dienstleistungssektor an.

In diesem Zusammenhang wird für die Weltwirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 3,2 Prozent erwartet, da davon ausgegangen wird, dass der weltweite Disinflationsprozess, die Verbesserung der Realeinkommen und eine weniger restriktive Geldpolitik in vielen Volkswirtschaften die Nachfrage stützen werden. Dieser Wert liegt um 0,1 Prozentpunkte über der Prognose, die die OECD im Mai veröffentlicht hatte.

Für das Jahr 2025 hat die OECD ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft unverändert bei 3,2 Prozent belassen.

Während für die USA eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums erwartet wird, die jedoch durch eine Lockerung der Geldpolitik gestützt werden soll, bleibt die Wachstumsprognose für dieses Jahr mit 2,6 Prozent unverändert. Die OECD hat jedoch ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft für 2025 gegenüber der Mai-Prognose um 0,2 Prozentpunkte nach unten auf 1,6 Prozent korrigiert.

Die OECD hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum für dieses Jahr von 0,7 Prozent nicht geändert, die Prognose für 2025 jedoch um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent nach unten korrigiert.

Im Bericht blieben die Wachstumsprognosen für die chinesische Wirtschaft für dieses Jahr und 2025 mit 4,9 Prozent bzw. 4,5 Prozent unverändert.

POLITISCHE SPANNUNGEN STELLEN RISIKEN DAR

Der Bericht prognostiziert, dass die Inflation in den meisten G20-Ländern im Jahr 2025 auf das Zielniveau zurückkehren wird, warnt jedoch gleichzeitig vor weiterhin bestehenden erheblichen Risiken für die Weltwirtschaft.

Es besteht das Risiko, dass anhaltende geopolitische und handelsbezogene Spannungen Investitionen zunehmend schädigen und die Importpreise in die Höhe treiben könnten. Zudem wird geschätzt, dass sich das Wirtschaftswachstum bei einer Abkühlung der Arbeitsmärkte stärker als erwartet verlangsamen könnte und mögliche Abweichungen vom Disinflationspfad zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen könnten.

Die OECD warnt, dass mit zunehmender Mäßigung der Inflation und nachlassendem Druck auf dem Arbeitsmarkt die Zinssenkungen fortgesetzt werden sollten, wobei Zeitpunkt und Umfang der Senkungen jedoch datenabhängig bleiben müssen.

TÜRKISCHE WIRTSCHAFT WÄCHST 2024 UM 3,2 PROZENT

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die türkische Wirtschaft für dieses Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent nach unten korrigiert und für 2025 eine Abwärtskorrektur um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent vorgenommen.

Laut der OECD, die davon ausgeht, dass die Inflation in Schwellenländern wie der Türkei im Vergleich zu Industrieländern höher bleiben wird, wird sich die Inflation in der Türkei bis Ende dieses Jahres und im Laufe des Jahres 2025 zwar abschwächen, aber weiterhin im zweistelligen Bereich verharren.

In diesem Zusammenhang empfiehlt die OECD, dass in der Türkei der restriktive geldpolitische Kurs bis zu einem gewissen Zeitpunkt im Jahr 2025 beibehalten werden sollte, um sicherzustellen, dass sich die Inflation klar auf das Ziel zubewegt.

Finanzminister Mehmet Şimşek hatte bekannt gegeben, dass die Wachstumserwartung der Türkei gemäß dem mittelfristigen Programm (OVP) von 4 auf 3,5 Prozent gesunken ist.