Razzia der EU-Kommission bei deutschem Börsenbetreiber: Manipulation am Aktienmarkt?

Die EU-Kommission hat im Rahmen einer Untersuchung zu einem möglichen 'Kartell' auf den Derivatemärkten die Büros des deutschen Börsenbetreibers Deutsche Börse durchsucht.

AA

Die Europäische Kommission (EU) hat die Büros des deutschen Börsenbetreibers Deutsche Börse durchsucht. Bei der Razzia, die im Rahmen einer 'Kartell'-Untersuchung zu Derivatemärkten stattfand, wurde nach Beweisen für Monopolpläne und Marktmanipulationen gesucht.

Die EU-Kommission gab bekannt, dass in zwei Mitgliedstaaten unangekündigte Kartellrechtsprüfungen in den Räumlichkeiten von Unternehmen durchgeführt wurden, die im Finanzdienstleistungssektor tätig sind.

In der Erklärung wurde daran erinnert, dass die Inspektionen der Kommission nicht bedeuten, dass die Unternehmen des wettbewerbswidrigen Verhaltens schuldig sind.

Es wurde erklärt, dass die Sorge bestehe, dass die geprüften Unternehmen bei Finanzderivaten gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen haben könnten, und es wurde festgehalten, dass die Razzien im Rahmen einer Voruntersuchung zu mutmaßlich wettbewerbswidrigen Praktiken durchgeführt wurden.

Die Deutsche Börse gilt als einer der bedeutendsten 'Börsenbetreiber' Europas

BEI SCHULDSPRUCH DROHT STRAFE VON BIS ZU 10 PROZENT DES UMSATZES

Sollte die EU-Kommission bei der Untersuchung einen Verstoß gegen Wettbewerbs- oder Kartellgesetze feststellen, beendet sie diesen und kann gegen die Unternehmen hohe Geldstrafen von bis zu 10 Prozent ihres weltweiten Umsatzes verhängen.

Ein Vertreter der Deutschen Börse bestätigte, dass die EU-Kommission aufgrund von Vorwürfen wegen Kartellrechtsverstößen im Zusammenhang mit Derivaten eine Razzia in ihrem Haus durchgeführt habe.

Die EU-Kommission ist befugt, zu prüfen, ob Unternehmen, die in EU-Ländern tätig sind, in ihren jeweiligen Sektoren wettbewerbswidrige Praktiken anwenden.