Reaktion auf Inflation von Memur-Sen-Vorsitzendem Ali Yalçın: Staatsbedienstete in schwieriger Lage
Der Vorsitzende von Memur-Sen, Ali Yalçın, erklärte, dass die veröffentlichten Inflationszahlen die Gehaltserhöhungen für Staatsbedienstete unzureichend machen, und wies darauf hin, dass bereits ein Inflationsausgleich erforderlich sei.
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Nach den vom Türkischen Statistikinstitut (TÜİK) veröffentlichten Daten lag die Inflation im Februar auf Jahresbasis bei 39,05 Prozent. Der Vorsitzende von Memur-Sen, Ali Yalçın, betonte, dass diese Zahlen die Gehaltserhöhungen von Staatsbediensteten und Rentnern beeinflussen.
Yalçın sagte: "Die vom Schiedsgericht für Staatsbedienstete beschlossene Erhöhung von 6 Prozent ist angesichts der Inflation geschmolzen. Auch in den kommenden Monaten werden Staatsbedienstete und Rentner weiterhin unter dem Druck der Inflation leiden."
Yalçın wies darauf hin, dass die Diskrepanz zwischen den Inflationsprognosen der Zentralbank und den tatsächlichen Raten bemerkenswert sei, und fügte hinzu: "Diese Unterschiede führen zu zunehmenden Einkommensverlusten bei den Arbeitnehmern." Er machte insbesondere auf die Auswirkungen der Lebensmittelinflation auf Bürger mit festem Einkommen während des Ramadan aufmerksam.
FORDERUNG NACH ÄNDERUNG DER GEWERKSCHAFTSGESETZE
Yalçın ging auch auf die Unzulänglichkeit der bestehenden Gewerkschaftsgesetze ein und sagte: "Wir erwarten ein neues Gewerkschaftsgesetz, das dem 'Jahrhundert der Türkei' würdig ist." Er betonte, dass Memur-Sen seit 2009 für gewerkschaftliche Rechte kämpfe und Lösungen gefunden werden müssten, die den veränderten Bedingungen gerecht werden.
INFLATIONSDATEN
Den Daten des TÜİK zufolge stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar auf Monatsbasis um 2,27 Prozent. Die Inflationsforschungsgruppe (ENAG) gab hingegen an, dass die Inflation im Februar monatlich 3,37 Prozent und jährlich 79,51 Prozent betrug. Diese Unterschiede führen zu unterschiedlichen Auffassungen über die Auswirkungen der Inflation.