Realer Abwärtstrend bei Wohnungs- und Mietpreisen setzt sich im April fort

Der Wohnungspreisindex und die Mietsteigerungen blieben auch im April 2026 hinter der Inflation zurück; damit setzt sich die Serie der realen Verluste auf dem Markt fort.

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Die Preisdynamik auf dem Wohnungsmarkt in der gesamten Türkei blieb auch im April 2026 unterhalb der Inflationsrate. Obwohl die Wohnungspreise nominal stiegen, setzte sich der Rückgang auf realer Basis fort.

Der Wohnungspreisindex (KFE), der die um Qualitätseffekte bereinigte Preisveränderung von Wohnungen in der Türkei abbildet, stieg im April gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent und erreichte einen Indexwert von 223,4. Betrachtet man jedoch die jährliche Basis, so stieg der Index zwar um 26,6 Prozent, verzeichnete jedoch real einen Rückgang von 4,3 Prozent. Im Vormonat März lag der reale jährliche Rückgang noch bei 3,4 Prozent.

Betrachtet man die Preissteigerungen in den Großstädten, so verzeichnete Istanbul einen Anstieg von 1,6 Prozent innerhalb eines Monats. In Ankara lag die Steigerungsrate bei 2,6 Prozent, während sie in Izmir mit 2,1 Prozent gemessen wurde.

Ein ähnlicher Trend wurde auch auf dem Mietmarkt beobachtet. Der Mietindex für neue Mieter (YYKKE) stieg im April gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Im Jahresvergleich stieg der Mietindex zwar um 31,7 Prozent, doch bereinigt um den Inflationseffekt ergab sich ein realer Rückgang von 0,5 Prozent.

Bei der Untersuchung der regionalen Veränderungen verzeichnete Ankara beim Mietindex für neue Mieter mit 36,7 Prozent den höchsten jährlichen Anstieg. Im Gegensatz dazu blieb diese Rate in Hatay, Kahramanmaraş und Osmaniye mit 21,5 Prozent auf dem niedrigsten Niveau.

Experten betonen, dass der reale Verlust bei Wohnungs- und Mietpreisen zeigt, dass die Preiserhöhungen im Umfeld hoher Inflation nicht ausreichen, um die Kaufkraft zu decken.